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Unglück

Indien hat die meisten Selfie-Toten

Überfahren, ertrunken, von einem Kliff gestürzt: Fast die Hälfte aller Todesfälle beim Erstellen von Selfies weltweit sollen sich 2015 in Indien ereignet haben - mehr als in jedem anderen Land der Erde.

Neu-Delhi. Dies berichtete die indische Zeitung "Hindustan Times" am Freitag. Weltweit starben demnach im vergangenen Jahr 27 Menschen beim Versuch, sich selbst in einer packenden Situation zu fotografieren. Die Polizei in der Hafenstadt Mumbai hat vor einigen Tagen damit begonnen, sogenannte "selfiefreien Zonen" zu sondieren, um weitere tragische Unfälle zu vermeiden. Besonders Strände und Forts in der Stadt sollen dabei unter die Lupe genommen werden.

"Im Moment haben wir noch keinen Platz identifiziert, an dem Leuten das Machen von Selfies nicht gestattet ist", sagte ein Polizeisprecher der Zeitung. "Aber wir arbeiten daran, und wir planen auch in den sozialen Medien ein Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen."

Am Samstag waren drei junge Mädchen in Mumbai bei einem Selfie-Versuch ins Meer gestürzt, nachdem sie vom Rand einer Klippe am Bandra Fort gerutscht waren. Ein Mädchen ertrank, ebenso ein Mann, der ins Wasser gesprungen war, um die Mädchen zu retten.

Im Januar 2015 wurden in Nord-Indien drei College-Studenten von einem Zug überfahren und getötet. Die Gruppe hatte versucht, sich auf den Gleisen mit der herannahenden Lokomotive im Hintergrund aufzunehmen. Im September starb ein 66-jähriger Tourist aus Japan bei einer Selfie-Aufnahme am weltberühmten Taj-Mahal-Denkmal, nachdem er eine Treppe hinuntergestürzt war. epd


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