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In den USA ist die Verkleidung als „Horror Clown“ schon seit Langem sehr beliebt.

In den USA ist die Verkleidung als „Horror Clown“ schon seit Langem sehr beliebt.
 © dpa

Polizei warnt vor Phänomen

Immer mehr Attacken von Horror-Clowns

Ein makabrer Trend aus den USA breitet sich auch in Deutschland aus: Als Clown verkleidete Menschen lauern anderen im Dunkeln auf – und erschrecken sie. Mitunter fließt dann auch Blut. Die Polizei ist genervt – und warnt potenzielle Nachahmer.

Gelsenkirchen.  Die aus den USA kommende Welle der „Horror-Clowns“ findet in Deutschland immer mehr Nachahmer. Allein in den vergangenen Tagen gab es in mehreren Städten Übergriffe durch als Clowns maskierte Personen.

In Greifswald schockte ein Mann in einem Clownskostüm in den frühen Morgenstunden eine junge Frau. Die 22-Jährige hatte an einer Haltestelle auf einen Bus gewartet, als auf der gegenüberliegenden Seite der „Horror-Clown“ aus dem Gebüsch trat. Nach Medienberichten soll der Mann eine Kettensäge bei sich gehabt haben. Die Frau floh und alarmierte die Polizei.

Appell von der Polizei: „Überhaupt nicht lustig“

Berichte über „Clown-Attacken“ gibt es auch von anderen Städten. Die Polizei Bochum sucht beispielsweise einen Mann, der am Mittwoch fünf Kinder (7-13 Jahre) an einer Straßenunterführung auflauerte und mit dem Messer bedrohte.

Die Polizei Bochum appelliert an „alle möglichen Nachahmer“, das "leidige Horror-Clown-Phänomen“ nicht fortzusetzen. „Das ist überhaupt nicht lustig und erst recht kein Spaß! Die Polizei möchte eine unangenehme Einsatzsituation für alle vermeiden“, heißt es dort.

Phänomen Horror-Clown

Das inzwischen in verschiedenen europäischen Ländern aufgetretene Phänomen „Horror Clown“, mitunter auch „Grusel Clown“ genannt, hatte Anfang August im US-Bundesstaat South Carolina begonnen. Dort musste die Polizei Informationen nachgehen, wonach als Clowns verkleidete Männer angeblich Kinder in den Wald lockten.

Die Vorwürfe stellten sich als falsch heraus, doch seitdem wurden vielerorts Clowns vor Schulen oder Firmen gesichtet, die manchmal auch bewaffnet gewesen sein sollen und Menschen bedrohten.

Die Maskierten machen sich einen schlechten Spaß daraus, andere Menschen zu erschrecken. Als Videos tauchen die makabren Streiche dann oft im Internet auf.

Experten vermuten, dass die „Horror-Clowns“ wegen des bevorstehenden Halloween-Fests Ende Oktober verstärkt ihr Unwesen treiben. Der Schrecken könnte also bald ein Ende haben.

Oft bleibt es bei den Attacken zudem nicht beim Schrecken: In Gelsenkirchen wurde ein 33-Jähriger leicht verletzt, nachdem ihn zwei „Horror-Clowns“ mit einem Messer angriffen. Der Mann erlitt eine Schnittwunde an der Hand, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die unbekannten Angreifer seien anschließend mit einem Motorroller geflohen.

Blutige Attacke in Schweden

Zwei Tage zuvor war ebenfalls Gelsenkirchen Tatort einer Clownattacke: Am Montag verletzte sich eine 14-Jährige beim Weglaufen vor einem Clown mit Baseballschläger.

Auch in anderen europäischen Ländern treiben die Clowns ihr Unwesen. Der letzte Aufsehen erregende Fall ereignete sich vor einer Woche in Schweden. In der Provinz Halland wurde ein Mann von einem Angreifer mit Clown-Maske niedergestochen.

Zwei Tage zuvor hatten zwei Angreifer in Clown-Kostümen in Mittelschweden einer Frau gedroht, sie zu töten. „Sie war völlig verängstigt“, sagte ein Polizeisprecher der Zeitung „Aftonbladet“. Das Verhalten der „Horror-Clowns“ sei „überhaupt nicht lustig“.

Von RND/zys/dpa

Gelsenkirchen

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