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In Tausende Haushalten soll Wasser eingedrungen sein, als Uferbefestigungen und Deiche des Flusses Kinugawa nachgaben.

In Tausende Haushalten soll Wasser eingedrungen sein, als Uferbefestigungen und Deiche des Flusses Kinugawa nachgaben. © Franck Robichon

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Helikopter retten Flutopfer in Japan von Dächern und Balkonen

Die Bilder erinnern an die Tsunami-Katastrophe vor viereinhalb Jahren: Rekordstarke Regenfälle haben große Gebiete im Osten Japans überflutet. Dabei spielen sich dramatische Szenen ab.

Tokio. Heftiger Regen hat im Osten Japans gewaltige Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht.

In teils dramatischen Rettungsaktionen wurden mehr als hundert Menschen in Joso in der mit am schwersten betroffenen Provinz Ibaraki mit Helikoptern und Booten von Dächern und Balkonen ihrer Häuser gerettet. Am späten Abend (Ortszeit) wurden noch mindestens neun Menschen vermisst.

Schätzungen nach drang das Wasser in Tausende Haushalte ein, als Uferbefestigungen und Deiche des Flusses Kinugawa nachgaben. Dutzende von Quadratkilometern wurden überschwemmt, Häuser, Bäume und Autos fortgerissen. Fast 7000 Häuser wurden beschädigt. Rund 150 000 Menschen im Osten des Inselreichs waren aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Luftaufnahmen von den schweren Überschwemmungen erinnerten an die Tsunami-Katastrophe, die die Region vor viereinhalb Jahren heimsuchte und bei der rund 18 500 Menschen ums Leben kamen. Das japanische Fernsehen zeigte am Donnerstag Szenen, wie Menschen in Ibaraki und der ebenfalls schwer betroffenen Provinz Tochigi mit Tüchern von Balkonen und Dächern ihrer Häuser um Hilfe riefen. Opfer schilderten, wie ihnen das Wasser innerhalb von nur wenigen Minuten bis zur Hüfte stand. Rettungskräfte und Soldaten setzten Helikopter und Schlauchboote ein, um Bewohner in Sicherheit zu bringen. Viele warteten noch spät am Tag auf ihre Rettung.

Lokalen Medienberichten zufolge wurden mindestens 20 Menschen verletzt, einige schwer. Mindestens eine Person soll von den Fluten fortgerissen worden sein. In der auch unter ausländischen Touristen beliebten Ausflugsregion Nikko wurde ein Hotel schwer beschädigt. Auch ein Fluss in der Provinz Fukushima trat über die Ufer und schnitt Hunderte von Haushalten von der Umwelt ab.

In Fukushima liegt auch das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, in dem es 2011 in Folge einer Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe zum Gau gekommen war. Wegen der Regenfälle drohte Wasser vom Gelände der Atomruine ins Meer zu fließen. Ein Regierungssprecher erklärte jedoch, die Strahlung des Regenwassers liege "ausreichend" unter den zulässigen Grenzwerten.

Eine der Ursachen der teils rekordhohen Regenfälle ist ein Taifun, der am Vortag über Zentraljapan hinweggezogen war. Obgleich der Sturm später über dem Meer zu einer Tiefdruckzone abklang, warnte die Meteorologische Behörde für den Osten und Nordosten vor den Gefahren durch den starken Regen. Auch im Raum Tokio wird noch bis zum frühen Freitag weiterer starker Regen erwartet.

dpa


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