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Jörg Kachelmann bleibt vorerst im Gefängnis.

Jörg Kachelmann bleibt vorerst im Gefängnis.

Vorwurf der Vergewaltigung

Geduldspiel um verhafteten Kachelmann geht weiter

Für Jörg Kachelmann wird die Zeit hinter Gittern zur Geduldsprobe: Eine Haftprüfung wurde vertragt.

Mannheim. Bereits vor einigen Wochen hatte der Anwalt des TV- Wettermoderators einen ersten Antrag auf eine mündliche Haftprüfung zurückgezogen. Nun vertagte der zuständige Mannheimer Haftrichter auch eine Entscheidung darüber, ob ein Haftbefehl wegen Vergewaltigung gegen Kachelmann aufgehoben und der 51-Jährige somit aus dem Gefängnis entlassen wird.

Frühestens in der kommenden Woche werde der Antrag geprüft, teilte das Amtsgericht Mannheim am Mittwoch mit. Darauf hätten sich der Richter, Kachelmanns Anwalt und der Schweizer Meteorologe geeinigt. Zunächst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen.

„Mit deren Eingang ist voraussichtlich im Verlauf der kommenden Woche zu rechnen“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts weiter. Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock hatte neben der Aufhebung des Haftbefehls vorsorglich auch eine mündliche Haftprüfung beantragt. Über diese werde - für den Fall - auch erst später entschieden, hieß es.

Kachelmann soll seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt haben. Er wurde am 20. März auf dem Rückweg von den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet, seitdem wartet er in einer Zelle der Mannheimer Justizvollzugsanstalt auf eine Entscheidung: Anklage oder Freiheit?

Die Staatsanwaltschaft ist nach wie vor fest von der Schuld Kachelmanns überzeugt, äußerte sich aber am Mittwoch auf Anfrage nicht zur jüngsten Entscheidung des Haftrichters. Bis zuletzt hieß es stets, es sei nicht abzusehen, wann und ob Anklage gegen den TV- Moderator erhoben werde. Sollte ihn die Staatsanwaltschaft anklagen, wären je nach erwartetem Strafmaß das Amtsgericht Schwetzingen oder das Landgericht Mannheim zuständig. In Mannheim könnte der Fall wegen seiner besonderen Bedeutung landen oder wenn der TV-Moderator mit einer Strafe von mehr als vier Jahren rechnen müsste.

Anwalt Birkenstock war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Einen ersten Antrag auf einen Haftprüfungstermin hatte er bei einer richterlichen Vernehmung am 24. März bereits zurückgezogen.

Birkenstock hatte sich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Kölner Medienanwalt Ralf Höcker auch gegen Spekulationen um Kachelmanns Privatleben gewehrt. Medien hatten detailliert über die persönlichen Verhältnisse des TV-Moderators berichtet, vor kurzem äußerte sich auch eine angebliche Geliebte in einem Interview. dpa


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