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Das Ausflugsboot war kurz vor der Rückkehr zur Insel Koh Samui gekentert. Foto: Stringer

Das Ausflugsboot war kurz vor der Rückkehr zur Insel Koh Samui gekentert. Foto: Stringer

Notfälle

Fünf deutsche Touristen sterben bei Boots- und Badeunfällen

Fünf Deutsche sterben im Meer ihrer Urlaubsparadiese. In Thailand endet ein Schnorchelausflug auf einem Boot tödlich, in Israel und auf den Seychellen ertrinken vier Menschen beim Schwimmen und dem Versuch, Kinder zu retten.

Jerusalem/Victoria/Bangkok. Fünf Deutsche sind im Meer vor den Küsten von Israel, den Seychellen und Thailand ertrunken. Bei allen Toten soll es sich nach Angaben von Polizei und örtlichen Medien um Touristen gehandelt haben.

Eine junge Frau stirbt, als ein thailändisches Ausflugsboot kentert. Ein Paar ertrinkt auf den Seychellen bei dem Versuch, seine Kinder und die Nichte zu retten. In Israel versuchen Rettungskräfte eine Stunde lang, einen Mann und eine Frau zu reanimieren. Woher die Opfer genau stammen, wurde bislang nicht bekanntgegeben.

In Thailand starben eine 29-Jährige und zwei weitere Urlauberinnen aus Großbritannien und China. Bei hohem Wellengang war ihr Ausflugsboot mit 32 Touristen an Bord am Donnerstag vor der Insel Koh Samui verunglückt. Ein Brite wurde noch vermisst.

Der Kapitän des Schnellboots sei festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Navee Chitbarn. "Wir klagen ihn wegen fahrlässigen Verhaltens an", sagte er. Er habe die Urlauber nicht gewarnt und sie nicht aufgefordert, die Schwimmwesten anzulegen. Außerdem habe er hat nicht vernünftig mit seiner Crew kommuniziert." Die Deutsche hatte mit ihrem Mann Urlaub auf Koh Samui gemacht, wie Supaporn Wongnamtip vom Tour-Veranstalter Ang Thong Discovery berichtete. "Ihr Mann ist unverletzt geblieben", sagte sie.

Die "Ang Thong Discovery 3" war am Donnerstagmorgen mit den Feriengästen und vier Besatzungsmitgliedern ausgelaufen. Das Unglück passierte bei der Rückkehr von einem eintägigen Schnorchelausflug. Nach Angaben des Polizeisprechers hatte der Wind am späten Nachmittag deutlich aufgefrischt. Das Boot hatte schon fast den Anleger erreicht, als es von einer Welle gepackt und umgeworfen wurde.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigte außerdem am Donnerstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass bei Badeunfällen in Israel und auf den Seychellen insgesamt vier Deutsche ums Leben kamen.

Bei dem Badeunfall in Israel sollen am Strand von Netanja eine rund 50-jährige Frau sowie ein etwa 60-jähriger Mann gestorben sein, wie ein Sprecher der israelischen Hilfsorganisation Magen David Adom sagte. Das Unglück hatte sich bereits am Mittwoch ereignet. Drei Sanitäter hätten am Strand eine Frau versorgt, die sich unwohl gefühlt hatte. Plötzlich sei ein Junge aus dem Wasser gekommen und habe auf Englisch und vermutlich Deutsch gerufen: "Meine Familie ertrinkt, helft mir."

Zwei junge Mädchen hätten sich selbst aus dem Wasser gerettet. Zwei Männer hätten die Frau und den Mann anschließend bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Sanitäter versuchten den Informationen zufolge rund eine Stunde erfolglos, die beiden zu reanimieren. Eines der beiden Mädchen, eine 14-Jährige, sei leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob die beiden Erwachsenen die Eltern der drei Jugendlichen waren, konnte der Sprecher nicht sagen. Auch nicht, warum die Erwachsenen ertrunken sind.

Auf den Seychellen soll ein deutsches Urlauberpaar beim Versuch seine zwei Kinder und die Nichte zu retten gestorben sein. Am Badestrand Anse Intendance waren die zehn und zwölf Jahren alten Kinder und die 17-jährige Nichte am Dienstag beim Schwimmen in Not geraten, wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Polizei berichtete. Zunächst hatte die "Bild" über den Unglücksfall berichtet. Passanten hatten demnach noch versucht, den Urlaubern zu helfen - allerdings erfolglos.

Die Kinder überlebten das Unglück. Unklar war, warum die Kinder im Wasser in Not gerieten. Der Strand sei allerdings bekannt für seine raue See, hieß es. Die Familie sei am 14. Mai auf den Seychellen angekommen und wollte dort zwei Wochen Urlaub machen.

dpa


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