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Tragisches Ende eines Walbeobachtungs-Trips vor der Westküste Kanadas: Ein Ausflugsboot sank, mindestens fünf Menschen starben.

Tragisches Ende eines Walbeobachtungs-Trips vor der Westküste Kanadas: Ein Ausflugsboot sank, mindestens fünf Menschen starben. © Wilfred Frank Via Twitter

Unfälle

Fünf Tote bei Bootsunglück von Wal-Beobachtern vor Kanada

Voll Vorfreude steigen Touristen in Kanada in ein Ausflugsboot, um auf dem Meer Wale vorbeiziehen zu sehen. Plötzlich sinkt ihr Boot - obwohl es zuvor nur leicht geregnet hatte. Fünf Briten sterben.

Tofino. Dramatisches Ende eines Bootstrips: Ein Ausflugsboot mit Walbeobachtern ist vor Kanada aus ungeklärter Ursache gesunken, mindestens 5 der 27 Menschen an Bord starben.

Einsatzkräfte konnten 21 Passagiere in Sicherheit bringen, wie ein Sprecher der Rettungsteams dem US-Sender CBS News am Montag sagte. Ein Mensch wurde noch vermisst. Nach Angaben des kanadischen Senders CBC News wurde die Suche nach ihm beendet. 18 Menschen seien in ärztlicher Behandlung. Die Toten kamen aus Großbritannien.

Das Unglück ereignete sich am frühen Sonntagabend im Meer vor dem kleinen Ort Tofino auf Vancouver Island in der westkanadischen Provinz British Columbia. Das Gebiet ist bei Tierfreunden weltweit beliebt, weil hier im Oktober vor allem Grauwale, aber auch Buckelwale auf ihrem Weg nach Süden vorbeiziehen.

Für die Region war am Sonntag gutes Wetter angekündigt gewesen. Das Bedingungen während des Unglücks seien dann auch nicht ungewöhnlich gewesen, sagte ein Sprecher CBC News. Es habe lediglich einige Wolken, etwas Wind und leichten Regen gegeben. 

"Die Gedanken und Gebete in Tofino sind bei den Passagieren, der Crew, den Rettungskräften und ihren Familien", schrieb die Bürgermeisterin des Ortes mit rund 2000 Einwohnern, Josie Osborne, beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Der britische Außenminister Philip Hammond bestätigte am Montagnachmittag, dass die Toten aus Großbritannien stammen. Botschaftsmitarbeiter in Kanada betreuten die Familien, erläuterte er.

In der Nacht waren die Einsatzkräfte noch mit einem Hubschrauber und mehreren Booten im Einsatz. Lange war sowohl die genaue Opferzahl als auch die Zahl der Vermissten unklar gewesen.

Die kanadische Transportbehörde kündigte eine Untersuchung des Unglücks an. Bei dem Boot handele es sich um die "Leviathan II." des Betreibers Jamie's Whaling Station & Adventure Centers. Dessen Angaben im Internet zufolge ist das Boot 20 Meter lang, hat 3 Decks und kann bis zu 46 Menschen aufnehmen.

"Über die Jahre haben wir Tausende Menschen bei ähnlichen Wetterbedingungen wie heute bei diesen Trips hinausgefahren", sagte John Forde, der ein anderes Bootsunternehmen leitet. "Ich habe keine Ahnung, was da geschehen ist."

Viele Grauwale legen zweimal im Jahr die insgesamt etwa 16 000 Kilometer lange Wanderung entlang der amerikanischen Westküste zurück. Im Frühling ziehen sie von den warmen Gewässern vor Baja California nach Norden bis hinauf in die Beringsee, um sich dort Fettreserven für die Wintermonate anzulegen. Dann ziehen sie wieder nach Süden, um dort ihr Jungen zur Welt zu bringen. Die Walbeobachtungs-Touren vor Tofino sind deshalb besonders im März und Oktober beliebt, sie dauern etwa zwei bis drei Stunden.

dpa


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