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Nobelpreis 2016

Friedensnobelpreis geht nach Kolumbien

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahran den kolumbianischen Präsidenten, Juan Manuel Santos. Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.

Oslo/Frankfurt a.M.. Er erhalte den Preis für seine Bemühungen, den Krieg in seinem Land zu beenden, sagte die Komitee-Vorsitzende Kaci Kullmann Five. Ebenso werde mit dem Preis die kolumbianische Bevölkerung geehrt, dafür, dass sie die Hoffnung auf Frieden nicht aufgegeben habe. Fast vier Jahre lang haben Regierung und die Farc-Rebellen ein Friedensabkommen ausgehandelt, das am 26. September unterzeichnet wurde.

In einem Referendum lehnte jedoch die Bevölkerung den Vertrag mit knapper Mehrheit ab. Sowohl Santos als auch Farch-Chef Rodrigo Londoño halten am Waffenstillstand fest. Derzeit laufen Verhandlungen mit Gegnern des Vertrags, um etwaige Nachbesserungen zu vereinbaren. Der Krieg zwischen dem kolumbianischen Staat und der Farc begann vor 52 Jahren und ist der älteste und längste in Lateinamerika.

Der Friedensnobelpreis gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um Abrüstung, Friedenssicherung und Menschenrechte. Gestiftet wurde sie von dem schwedischen Unternehmer und Erfinder des Dynamits, Alfred Nobel (1833-1896). Die Verleihung findet jedes Jahr am Todestag Nobels, dem 10. Dezember, in Oslo statt. Aktuell ist der Preis mit acht Millionen schwedischen Kronen (etwa 832.000 Euro) dotiert. In diesem Jahr wurden 276 Persönlichkeiten und Organisationen nominiert, wo viele wie noch nie.

2015 ging der Friedensnobelpreis an das "Quartett für den nationalen Dialog" in Tunesien für Bemühungen für eine Demokratisierung des Landes.

epd


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