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Vulkanasche

Forschungsflugzeug untersucht die Wolke

Bei einem Forschungsflug haben Wissenschaftler am Montag erstmals die Vulkanaschewolke über Deutschland untersucht.

OBERPFAFFENHOFEN. Das Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) landete nach knapp vierstündigem Flug am Abend in Oberpfaffenhofen bei München. „Sie sehen ein glückliches Team. Wir sind erfolgreich geflogen“, sagte der Leiter Instituts für Physik der Atmosphäre beim DLR, Ulrich Schumann, am Abend. Die Falcon 20 E sei über Leipzig bis an die holländische Grenze geflogen, um die Dichte der Ascheteilchen in der Luft sowie ihre Größe zu messen.

Die Flughöhe habe zwischen 2000 und 12 000 Meter betragen. Es sei der einzige Forschungsflug europaweit gewesen, der in diese Höhen vorgestoßen sei. „Das heißt, wir haben die ganze Atmosphäre einmal traversiert. Das Bundesverkehrsministerium und der Deutsche Wetterdienst seien bereits informiert. Nun müssten die Daten ausgewertet werden. Eine Entscheidung über weitere Forschungsflüge solle am Dienstagmittag getroffen werden.

Es sei darum gegangen, in einer unerwarteten Situation, die eine Notlage für Wirtschaft und Passagiere bedeutete, neue Daten zu liefern, um die Gefahren besser einschätzen zu können. Damit, dass ein Vulkanausbruch den Luftraum über weiten Teilen Europas lahmlegen könnte, habe bis vor kurzem niemand gerechnet, sagte Schumann. „Es hat noch nie eine solche Lage gegeben.“

Der Flieger mit zwei Piloten, einem Bordingenieur und drei Wissenschaftlern an Bord war zunächst nach Leipzig geflogen. Während des Fluges wurde bereits die Dichte der Wolke mittels Laser gemessen. Dann wurde die Wolke selbst sondiert. Nach einem Flug über Hamburg zur holländischen Grenze und über das Rheinland kehrte der Flieger über Stuttgart zurück nach Oberpfaffenhofen.

Die Mission war nach Schumanns Worten nicht ganz unbedenklich. Der Vorteil gegenüber Verkehrsflugzeugen war nach DLR-Angaben jedoch, dass die Lage der Wolke und ihre Schichten per Laser vom Flugzeug und Boden aus lokalisiert gewesen seien. Bestrebungen zu derartigen Flügen gebe es auch in anderen Ländern. Unter anderem habe es Flüge in der Schweiz und in England gegeben, jedoch nur nicht in vergleichbaren Höhen. Das DLR-Flugzeug und seine Ausrüstung war binnen drei Tagen zusammengestellt worden. Falcon 20 E wird für jede Mission eigens ausgerüstet. Für die neue Ausstattung musste jeweils die Genehmigung des Luftfahrt-Bundesamts eingeholt werden.


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