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Von Flammen teilweise zerstört: Das Siding Spring Observatory im Warrumbungle National Park.

Von Flammen teilweise zerstört: Das Siding Spring Observatory im Warrumbungle National Park. © NSW Rural Fire Service

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Feuersturm bedroht Observatorium in Australien

Ein Feuersturm mit 14 Kilometer hoher Qualmfontäne hat in der Gluthitze Australiens das Besucherzentrum eines Observatoriums und mehr als 30 weitere Häuser zerstört.

Sydney. Der Brand am Warrumbungle-Nationalpark 460 Kilometer nordwestlich von Sydney breitete sich rasend schnell aus und verkohlte mehr als 40 000 Hektar Land, berichtete die Feuerwehr am Montag. Die Teleskope am Siding Spring-Observatorium blieben nach erstem Augenschein aber verschont. Der Brand war am Abend noch nicht unter Kontrolle.

"Die Flammen waren nicht zu stoppen", sagte der stellvertretende Leiter der ländlichen Feuerwehr, Bob Rogers, Lokalreportern. "Die Geschwindigkeit, mit der sie sich ausgebreitet haben - das war beängstigend." Die Mitarbeiter des Observatoriums mussten am Sonntagnachmittag ihre Station verlassen. Sie verfolgten die Situation anschließend über Webkameras. Unter anderem wurde ein Trakt mit Wohnungen der Mitarbeiter zerstört. Es kam niemand zu Schaden.

Das Observatorium liegt abgelegen auf dem Berg Woorat im Nationalpark. Dort forschen Astronomen aus mehreren Ländern. Mehr als zehn Teleskope sind installiert. Die Anlage gehört der renommierten Australischen National-Universität (ANU). In der nahe gelegenen Ortschaft Coonabarabran leben 3000 Menschen. Das Feuer drehte ab, ehe die Ortschaft erreicht wurde. In der Gegend wurden zwar mehr als zwei Dutzend Häuser zerstört, doch dank Vorausplanung und frühzeitigen Warnungen brachten sich auch dort die Menschen in Sicherheit.

Tausende Feuerwehrleute waren am Observatorium und an rund 170 anderen Brandherden im Südwesten des Kontinents im Einsatz. Weil die Qualmwolken am Observatorium so hoch stiegen, konnte die Feuerwehr zeitweise keine Flugzeuge mit Wasserwerfern einsetzen. Australien ist von einer beispiellosen Hitzewelle mit Temperaturen von weit über 40 Grad erfasst. Im Südosten des Kontinents herrscht seit Tagen akute Brandgefahr.

dpa


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