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40 Tage

Fastenzeit: Deutsche verzichten ungern auf Internet

In der Fastenzeit verzichten die Deutschen eher auf Alkohol oder Süßes als auf ihr Smartphone: Insgesamt will in diesem Jahr nur jeder Fünfte (21 Prozent) zeitweise auf Handy oder Internet verzichten, wie aus einer veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Rund zwei Drittel wollen in der Fastenzeit hingegen die Finger von Alkohol (67 Prozent) und Süßigkeiten (66 Prozent) lassen.

Berlin. Mehr als jeder dritte Befragte möchte für einige Woche auf Fleisch verzichten (38 Prozent), wie aus der Forsa-Umfrage weiter hervorgeht. Es folgen Fernsehen mit 33 Prozent und das Rauchen mit 32 Prozent. Nur 15 Prozent wollen für einige Zeit das Auto stehen lassen. Beim Thema Fasten zeigen sich dabei aber auch deutliche Alters- und Geschlechterunterschiede: Klarer Fasten-Favorit bei Männern ist demnach der Verzicht auf Alkohol (71 Prozent). Frauen wollen lieber Schokoriegel und anderen Süßkram links liegen lassen (72 Prozent).

Das Online-Fasten indes ist in der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen besonders beliebt: Jeder Vierte will auf Smartphone und Internet verzichten. Bei den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren sind dies nur zwölf Prozent. Als Grund für den eingeschränkten Umgang mit den neuen Medien wird am häufigsten der Wunsch nach weniger Stress genannt (59 Prozent). Das Bedürfnis, die frei gewordene Zeit lieber mit Freunden und Verwanden zu nutzen, treibt 56 Prozent an. Fast ebenso viele Befragte wünschen sich mehr Zeit für sich selbst.

Forsa befragte im Auftrag der Krankenkasse DAK im Januar rund tausend Bundesbürger. Jeder Zweite hat demnach bereits mindestens einmal für mehrere Wochen gefastet (53 Prozent).

Der Aschermittwoch ist der erste Tag der 40-tägigen Fastenzeit bis Ostern (die Sonntage werden nicht mitgezählt). 40 Tage deshalb, weil in der Bibel steht, dass Jesus so lange in der Wüste gefastet hat. Die Menschen sollen sich in der Fastenzeit auf das Wesentliche beschränken. Sie sollen nachdenken, ob sie richtig handeln und planen.  Fasten heißt also nicht nur, auf etwas zu verzichten und damit einige Zeit gesünder oder entspannter zu leben. Es geht darum mitzubekommen, was man gut weglassen kann. Häufig wird man dann aufmerksamer für das, was um einen herum passiert.


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