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Polizeifahrzeuge verlassen den Fundort des getöten achtjährigen Armani in Freiburg. Bei der Suche nach seinem Mörder hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt.

Polizeifahrzeuge verlassen den Fundort des getöten achtjährigen Armani in Freiburg. Bei der Suche nach seinem Mörder hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt. © Patrick Seeger

Kriminalität

Fahnder setzen nach Mord an Achtjährigem Belohnung aus

Vom Mörder des achtjährigen Armani in Freiburg fehlt weiter jede Spur. Nun sind 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt worden. Denn die Ermittler sind auf neue Zeugen und Hinweise angewiesen - auch der Fund eines Fußballs brachte die Beamten nicht weiter.

Freiburg. Auf der Suche nach dem Mörder des achtjährigen Armani in Freiburg hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt. Diese sei für Privatpersonen gedacht, deren Hinweise zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Von dritter Seite sei zusätzlich eine Belohnung in Höhe von 4000 Euro ausgesetzt worden, hieß es weiter - ohne konkretere Angaben zum Geldgeber.

Zudem startete die Polizei eine weitere Flugblattaktion. Die Beamten verteilten am Dienstag Flyer, mit denen sie über die Belohnung informieren. Darauf stehen unter anderem auch die Fragen, wer den Jungen am Tag seines Verschwindens vor mehr als einer Woche gesehen hat und wer etwas über den Verbleib seines Fußballes sagen kann, den er vor der Tat bei sich hatte. Außerdem sind jene Kleidungsstücke zu sehen, die der Achtjährige zuletzt getragen hatte.

Die Ermittler fanden am Montag dank eines Hinweises einen Ball in der Nähe des Fundorts der Leiche - am Dienstagabend dann die Ernüchterung: Der Ball, der auf einem Flachdach gelegen hatte, stehe nicht mit dem Verbrechen in Zusammenhang, sagte ein Sprecher der Polizei.

Ziel der Flugblattaktion ist es laut Polizei, weitere Zeugen und Hinweise zu finden. Da alle von der Polizei gesicherten Spuren ausgewertet seien, setze die nach der Tat gebildete Sonderkommission "Bach" auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Kindes am Montag vergangener Woche in einem Bach in Freiburg gefunden. Am Abend zuvor war der Junge auf einem Spielplatz in der Stadt zuletzt lebend gesehen worden. Bislang fehlt den Ermittlern trotz Hunderter Hinweise eine Spur zu dem Täter. Auch das Motiv ist unklar. Hinweise auf eine Sexualstraftat gibt es den Angaben zufolge zwar nicht, sie wird von der Polizei aber auch nicht ausgeschlossen.

Die Stadt Freiburg, ein Bürgerverein und ein Stadtteiltreff luden besorgte Eltern von Kindern, die in zwei Kindergärten und eine Grundschule in der Nähe des Spielplatzes gehen, zu einer Informationsveranstaltung - "zeitnah" und fernab der Öffentlichkeit. "In diesem geschützten Rahmen wird den Eltern in Anwesenheit von Experten Raum gegeben für Trauer, Fragen, Unterstützung und Antworten", hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Armani ging laut einem Sprecher auf die betroffene Grundschule.

dpa


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