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Ein Schild mit der Aufschrift "Brandschutzzone" am Hauptbahnhof in Stuttgart.

Ein Schild mit der Aufschrift "Brandschutzzone" am Hauptbahnhof in Stuttgart. © Marijan Murat

Verkehr

Eklatante Mängel bei Stuttgart-21-Brandschutz

Ein umfassender Mängelbericht zum Brandschutz beim umstrittenen Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 hat die grün-rote Landesregierung alarmiert.Ein von der Bahn selbst in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass "kein funktions- und genehmigungsfähiges Konzept für Brandschutz, Sicherheit und Entrauchung" im geplanten Tiefbahnhof und den anschließenden Tunnelstrecken vorliegt.

Stuttgart. t.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) äußerte sich empört: "Beim Brandschutz geht es ja um Leib und Leben, da gibt es keine Rabatte. So ein wichtiges Gutachten über die Zeitung zu erfahren - das ist nun in hohem Maße ärgerlich", sagte er dem SWR-Hörfunk. Der Sprecher des Projekts Stuttgart 21, Wolfgang Dietrich, wiegelte ab und sprach von einem "ganz normalen Vorgang bei Bauprojekten dieser Dimension".

In dem Gutachten heißt es, die Evakuierungszeit bei Feuer könne bis zu 32 Minuten dauern und liege damit deutlich über Zeiten bei vergleichbaren Projekten. Zudem nehme das Entrauchungskonzept der Bahn in Kauf, "dass flüchtende Personen kontaminierte Luft atmen", heißt es in der Studie der Schweizer Firma Gruner AG.

Die Bahn war jüngst bereits in die Schlagzeilen geraten, weil auch im alten Bahnhof die Pannen nicht abreißen. Dort waren binnen weniger Wochen dreimal Züge im wegen Stuttgart 21 umgebauten Gleisvorfeld aus den Schienen gesprungen.

Die grün-rote Landesregierung forderte einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube weitere Informationen über das Brandschutzgutachten, das weitere Vorgehen und über mögliche Konsequenzen.

dpa


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