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Rettungskräfte vor einer Flüchtlingsunterkunft in Lohmar. Hier sollen drei Kinder aus Fenstern im ersten Stock geschubst worden sein.

Rettungskräfte vor einer Flüchtlingsunterkunft in Lohmar. Hier sollen drei Kinder aus Fenstern im ersten Stock geschubst worden sein. © Jens Kleinert

Kriminalität

Drei Kinder aus Fenster geworfen: Vater gesteht Tat

Für die Ermittler steht fest: Drei kleine Kinder wurden aus dem ersten Stock einer Flüchtlingsunterkunft in Lohmar geworfen. Der Vater hat die Tat mittlerweile gestanden.

Lohmar. Weil er seine drei Kinder aus einem Fenster einer Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Lohmar geworfen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft in Bonn Haftbefehl gegen den 35-jährigen Vater beantragt.

Sie wirft dem Mann versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen vor. Bei seiner Vernehmung am Nachmittag habe der 35-Jährige eingeräumt, seine drei Kinder aus verschiedenen Fenstern geworfen zu haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft und bestätigte einen Bericht des "Express". Zunächst hatte der 35-Jährige die Tat abgestritten. Der Mann habe auch Gründe genannt - diese müssten nun aber überprüft werden, sagte der Sprecher. Die Ermittler hatten schon mitgeteilt, dass es keine Anhaltpunkte dafür gebe, dass es sich bei dem Fenstersturz um einen Unfall gehandelt habe.

Zeugen hatten der Polizei berichtet, dass der Fünfjährige und seine achtjährige Schwester am Montagnachmittag aus Fenstern im ersten Stock des Hauses gestoßen worden seien. Der Vater gab dann zu, nicht nur diese beiden Kinder, sondern auch auch seinen einjährigen Sohn aus dem Fenster geworfen zu haben.

Der 35-Jährige, der am Montag nach dem Vorfall vorläufig festgenommen worden war, habe bereits Anfang Januar seine Frau angegriffen. Er wurde daraufhin wegen Körperverletzung angezeigt und durfte die gemeinsame Wohnung der Familie zehn Tage lang nicht betreten. Mit Einverständnis seiner Frau zog er allerdings schon wenige Tage später wieder in die Wohnung ein.

Hintergründe zu der Tat vom Montag waren zunächst nicht bekannt. Die Kinder befinden sich der Staatsanwaltschaft zufolge nicht in Lebensgefahr, wurden aber teilweise schwer verletzt.

dpa


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