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© Frank Wilde

AKKUSCHRAUBERRENNEN

Diese Sportflitzer kommen aus dem 3D-Drucker

Innovative Ideen, Teamfähigkeit und jede Menge Spaß musste jedes Team beim neunten Akkuschrauberrennen zeigen. Auch wenn das Rennen in Hildesheim für Bastelfans schon längst zum großen Pfichttermin gehört, wurde dieses Mal eine Premiere gefeiert: Beim weltweit ersten Rennen mit Fahrzeugen aus dem 3D-Drucker gingen elf Mannschaften von Hochschulen aus Deutschland, den Niederlanden und Polen an den Start. Per Zufallsprinzip wurden kurz vorm Start die Akkuschrauber zugewiesen, die für den Antrieb der kleinen Rennwagen benutzt werden durften. Innerhalb von 60 Sekunden mussten sie eingebaut werden.

Hildesheim. "Gewinnen ist hier schon immer Nebensache. Wir haben eine gute Resonanz“, sagte Projektleiterin Barbara Kotte. „Wir haben drei eigene 3D-Drucker, somit konnten unsere zwei Teams selbst drucken. Es ist ein Spiel ohne Grenzen.“

Das Gastgeber-Hochschulteam "MoPET" druckte mit einem kleinen Drucker aus dem Baumarkt. „Wir haben 36 große Teile und dann noch die Verbindungsstücke. Es ist wie ein Puzzle. Im Januar haben wir mit dem Druck begonnen und hoffen, dass wir den Sieg in der Kategorie Design holen“, sagte Fahrer Vitali Jeschow (25) aus dem Studiengang Produktdesign.

In insgesamt drei Kategorien traten die Hochschulteams gegeneinander an. Natürlich ging es neben dem Spaß dann vor allem doch um Geschwindigkeit, aber das Publikum konnte zusätzlich seinen Liebling wählen und eine Fachjury bestehend aus den betreuenden Dozenten wählte dann auch noch die beste technische soiwie gestalterische Umsetzung.

Das Team MoPET hatte es nicht leicht, denn im ersten Vorrundenrennen baute es einen Unfall, der zum Bruch eines Teils aus dem Drucker führte. Einfach schnell nachdrucken konnten sie die Teile nicht, denn es dauert mindestens 18 Stunden bis eines davon fertig ist. Trotzdem holte das Team den Publikumspreis, und wurde überraschend Zweiter beim "Pokal Karacho" in der Kategorie Geschwindigkeit.

Die Studenten der Hochschule Emden-Leer aus dem Studiengang Maschinenbau und Design reisten mit einem weißen Gefährt an. „Es ist ein Unikat. Wir haben nur das eine drucken lassen von einer Firma. Der Rahmen besteht aus mehreren Einzelstücken“, sagte Paul Böhmer (22) aus dem vierten Studiensemester. Die Testfahrten liefen noch gut, aber das Team musste die Heimreise schließlich ohne Pokal antreten.

von Karina Hörmann


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