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Jörg Handwerg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit.

Jörg Handwerg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit. © Boris Roessler

Luftverkehr

Cockpit fordert mehr Vorsicht beim Überfliegen von Krisenregionen

Als Reaktion auf die jüngsten Flugzeugabstürze fordert die Pilotengewerkschaft Cockpit neue internationale Sicherheitsregeln und mehr Vorsicht beim Überfliegen von Krisenherden.

Leipzig. "Es müssen auf internationaler Ebene Instrumentarien geschaffen werden, die einen vergleichbaren Standard gewährleisten, so dass sich der wirtschaftliche Druck nicht zu sehr auf Sicherheitsentscheidungen auswirkt", sagte Sprecher Jörg Handwerg der "Leipziger Volkszeitung". Inzwischen werde "bis runter zum absoluten gesetzlichen Minimum abgebaut, gespart, reduziert". Dem gelte es etwas entgegensetzen, "wenn wir nicht eine Zunahme an Unfällen sehen wollen".

Angesichts der vielen Krisenherde stelle sich die Frage "manchmal täglich neu", ob ein Überflug noch verantwortbar sei. "Wenn es zu unsicher ist, muss man auch rasch den Mut haben, konsequent zu handeln." Generell sei Fliegen aber weiter sehr sicher.

Innerhalb weniger Tage sind im internationalen Luftverkehr zuletzt drei Flugzeuge verunglückt. Beim mutmaßlichen Abschuss einer Boeing der Malaysia Airlines starben am 17. Juli in der Ostukraine 298 Menschen. Nach der Bruchlandung eines Flugzeugs der taiwanesischen Airline Transasia am 23. Juli in Taiwan gab es 48 Tote. Am Donnerstag stürzte eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie mit 118 Menschen an Bord über Mali ab, es gab keine Überlebenden.

dpa


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