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Der brennende Trawler in antarktischen Gewässern. Mittlerweile ist die «Kai Xin» gesunken.

Der brennende Trawler in antarktischen Gewässern. Mittlerweile ist die «Kai Xin» gesunken. © Dirección de Territorio Marítimo Chile/Juan Marcelo Villegas

Schifffahrt

Chinesischer Trawler vor Antarktisküste gesunken

Der vor der Antarktis-Küste havarierte chinesische Fischtrawler "Kai Xin" ist gesunken. Das Schiff liege auf dem 1000 Meter tiefen Grund der Bransfieldstraße am Nordende der Antarktischen Halbinsel, bestätigte am Dienstag die chilenische Marine.

Santiago de Chile. Die Suche nach Überresten sei abgebrochen worden, ohne dass Treibstoffverschmutzung entdeckt worden sei. Die 97 Mitglieder starke Besatzung war bereits am vergangenen Mittwoch nach Ausbruch eines Feuers gerettet und auf einem anderen Schiff in Sicherheit gebracht worden.

Ein chilenischer Hochseeschlepper war von Punta Arenas ausgelaufen, um den Havaristen an den Haken zu nehmen und abzuschleppen. Als der Schlepper "Lautaro" am Sonntagabend in der Bransfieldstraße anlangte, war jedoch der Radarkontakt zu der "Kai Xin" wenige Stunden vorher abgerissen. Der Trawler "Fu Rong Hai", der zur selben Fischerflotte gehöre, habe nur noch Netze und Rettungsboote entdeckt, wie die Marine mitteilte.

Der zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung ausgerüstete Schlepper suchte das Seegebiet nach Treibstoffresten der "Kai Xin" ab, teilte die Marine mit. Nachdem keine Ölreste gefunden worden seien, habe der Hochseeschlepper am Dienstag die Rückfahrt nach Punta Arenas angetreten.

Der für die Überwachung der Gewässer zuständige Fregattenkapitän Juan Villegas sagte der Nachrichtenagentur dpa, durch das Feuer an Bord der "Kai Xin" sei möglicherweise auch der Treibstoff des Trawlers verbrannt. Ein Schiff dieser Größenordnung könne um die 500 Tonnen Treibstoff mit sich führen. Die chilenische Marine erwäge, ob sie von der chinesischen Reederei der "Kai Xin" die Begleichung der Kosten der frustrierten Abschleppung anfordern werde.

Die Bransfieldstraße liegt im Norden der Antarktischen Halbinsel, einem besonders empfindlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Ende 2007 war dort das Kreuzfahrtschiff "Explorer" nach einem Zusammenstoß mit einem Eisberg gesunken. Die 154 Menschen an Bord wurden gerettet.

Die 1990 in der Ukraine gebaute "Kai Xin" war ein 104 Meter langer Fischtrawler von 4407 Bruttoregistertonnen, der für die Reederei Shanghai Kaichuang Deep Sea Fisheries in Antarktis-Gewässern Krill fischte. Die Erlaubnis dafür war dem Schiff von der Antarktischen Kommission für Seeressourcen (CCAMLR) für das Gebiet um die Antarktische Halbinsel erteilt worden.

dpa


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