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Ein Einwohner sagte: «Ich dachte, dass ist der Big One». Foto: Peter DaSilva

Ein Einwohner sagte: «Ich dachte, dass ist der Big One». Foto: Peter DaSilva

Erdbeben

Beben-Experten schätzen eine Milliarde Dollar Schaden

Nach dem schwersten Erdbeben seit 25 Jahren in Nordkalifornien gehen die Aufräumarbeiten voran. Rund 170 Menschen wurden im Krankenhaus behandelt, nachdem das Beben der Stärke 6,0 die Region nördlich von San Francisco am Sonntagmorgen erschüttert hatte.

San Francisco. Nach Schätzungen der US-Erdbebenwarte USGS liegt die Schadenssumme bei etwa einer Milliarde Dollar (etwa 760 Millionen Euro), wie die "Los Angeles Times" am Montag berichtete. Die Aufräumarbeiten sollen laut Behörden noch etwa eine Woche andauern. 1989 gab es ein schweres Erdbeben der Stärke 6,9 in der Region.

In der Stadt Napa im bekannten Weinbaugebiet Napa Valley wurden einige historische Gebäude schwer beschädigt. Auch viele Weingüter meldeten Schäden - Weinfässer stürzten um und Flaschen wurden aus den Regalen geschleudert. Wohnhäuser, Straßen und Gasleitungen nahmen Schaden. Die Stromversorgung habe vielerorts wiederhergestellt werden können, berichtete der Nachrichtensender CNN. Auch Gas- und Wasserleitungen mussten repariert werden, an mindestens einem Ort brach ein Feuer aus. Selbst Gebäude, die extra zum Schutz vor Beben nachgerüstet worden waren, hielten den Erschütterungen nicht stand.

Nach dem Beben waren vorübergehend 70 000 Menschen ohne Strom, am frühen Montagmorgen (Ortszeit) waren es nur noch etwa 2000. Die Schäden in Napa seien "ziemlich groß", sagte Glenn Pomeroy von der kalifornischen Erdbebenbehörde. "Bitte bleiben Sie aus dem Innenstadtbereich der Stadt Napa", hatte die Polizei am Abend getwittert. "Lassen Sie die Rettungsdienste ihre Arbeit machen."

Bei den Bewohnern mischte sich Schock mit Erleichterung. Das Beben richtete schwere Schäden an, doch viele sind überzeugt: Es hätte schlimmer ausgehen können. Die Schäden "sind nicht so schlimm wie es hätte kommen können", sagte Mark Ghilarducci, Direktor der kalifornischen Rettungsdienste.

Die USGS arbeitet an einem Frühwarnsystem namens "ShakeAlert" (Schüttelwarnung), das zumindest Sekunden oder gar Minuten vor einem Beben Alarm schlagen könnte. Fahrende Züge könnten rechtzeitig gestoppt und Flugzeuge im Landeanflug umgeleitet werden.

dpa


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