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30 Grad und mehr: Gerd bringt den Sommer zurück

Pack die Badesachen ein: Noch einmal zeigt sich der Sommer von seiner sonnigen Seite. Bei Temperaturen um 30 Grad locken in den kommenden Tagen die Freibäder. Der Sommer 2016 nimmt damit einen versöhnlichen Ausklang.

Offenbach. Eine Woche vor Beginn des meteorologischen Herbstes am 1. September zeigt der Sommer noch mal, wie schön Sonne und blauer Himmel sein können. Das Hoch "Gerd", das in den kommenden Tagen die Wetterlage in Deutschland bestimmt, sorgt für Sommer pur.

"In den nächsten Tagen gibt es viel Sonne", versicherte Sebastian Schappert, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach, am Dienstag. Am Oberrhein könne die 30-Grad-Temperaturmarke bereits am Dienstag erreicht werden, am Mittwoch und Donnerstag werden dann bundesweit Temperaturen zwischen 27 Grad im Norden und 35 Grad im Süden erwartet. Gute Aussichten also, um noch einmal Badeseen und Freibäder genießen zu können.

Das Sommerwetter wird voraussichtlich auch am Wochenende anhalten - am Freitagnachmittag rechnen die Wetterexperten allerdings zunehmend mit Wolken und vereinzelten Hitzegewittern im Nordwesten Deutschlands. "Es wird dann auch zunehmend schwül", sagte Schappert.

Am Wochenende seien daher vereinzelte Schauer und Gewitter möglich - "aber auch viel Sonne". Damit nimmt der Sommer einen versöhnlichen Ausklang.

Denn die bisherige Bilanz des Jahres 2016 fällt eher durchwachsen aus. "Es hätte besser sein können", sagt Gerhard Lux, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. "Das war nicht gerade ein Super-Sommer", so Lux. Zwar war es mit durchschnittlich 17,3 Grad ein Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Doch geprägt war der Sommer von regelrechten April-Launen und unbeständigem Wetter. Sonnig-heiße Tage wurden schnell wieder von Regentagen abgelöst - auch wenn bislang erst 94 Prozent des Niederschlag-Solls erfüllt wurden.

Dabei gab es - von Bayern bis an die Ostsee - große regionale Unterschiede, so Lux: "In diesem Sommer hatte Reit im Winkl mit 60 Tagen die meisten Regentage." Besonders trocken blieb es in Genthin in Sachsen-Anhalt, wo nur 50 Prozent des Regen-Solls fielen. Borken in Westfalen dagegen kam in diesem Sommer auf 164 Prozent des Regen-Durchschnitts. Auf Kap Arkona auf Rügen wiederum wurden in diesem Sommer die meisten Sonnenstunden verzeichnet - knapp 680 waren es. Die höchste Temperatur wurde am 24. Juni mit 36,4 Grad in Berlin gemessen. dpa


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