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Panorama US-Ölpest ist die schlimmste der Geschichte
Nachrichten Panorama US-Ölpest ist die schlimmste der Geschichte
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16:52 03.08.2010
Ölpest: Schiffe im Golf von Mexiko. Quelle: dpa
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Washington. Bei den letzten Tests für die Versiegelung des Bohrlochs gab es nun Verzögerungen. Wie der BP-Konzern auf seiner Internetseite mitteilte, ist ein kleines Leck am Kontrollsystem der Verschlussvorrichtung entdeckt worden.

Der Test, der ursprünglich für Montag vorgesehen war, werde verschoben, bis das Leck abgedichtet sei. Man gehe aber davon aus, dass der Einspritztest und wohl auch das als „Static Kill“ bezeichnete Verfahren zum Stopfen der Ölquelle in 1500 Meter Tiefe am Meeresboden am Dienstag stattfinden werden, hieß es weiter auf der BP-Internetseite.

Beim „Static Kill“ wird durch den Deckel, mit dem das Bohrloch seit dem 15. Juli provisorisch abgedichtet ist, schwerer Schlamm gepumpt. Öl und Gas sollen so zurück in das Reservoir gezwungen werden, aus dem sie nach oben drängen. Wenn das Manöver gelingt, kann das Bohrloch anschließend endgültig mit Zement verschlossen werden. Zeitweise könnten geringe Mengen Öl ins Meer fließen, warnte Einsatzleiter Thad Allen.

Der finale Akt zur Versiegelung soll dann etwa eine Woche später anstehen. Dann wollen die Ingenieure auch das Öl-Reservoir verschließen. Bei dieser Operation „Bottom Kill“ sollen in etwa vier Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden ebenfalls Schlamm und Zement in die Steigleitung gepumpt werden. Das geschieht durch einen Nebenzugang, an dem seit Mai gebohrt wird.

Nach den Zahlen der Wissenschaftler wurde nicht einmal ein Fünftel (800 000 Barrel) des ausgetretenen Öls aufgefangen und auf Schiffe abgepumpt, hieß es am Montagabend (Ortszeit). Es handele sich um die bislang genauesten Schätzungen mit einer möglichen Abweichung von plus-minus zehn Prozent, teilte die Regierung weiter mit.

Zuvor galt der Bohrinsel-Unfall der „Ixtoc“ 1979 als die schwerste Ölpest. Damals flossen etwa eine halbe Million Tonnen ebenfalls in den Golf von Mexiko. Bei der Havarie des Tankers „Exxon Valdez“ 1989 vor der Küste Alaskas strömten lediglich rund 40 000 Tonnen ins Meer. dpa

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