Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Trayvon Martins Todesschütze wollte Tatwaffe versteigern
Nachrichten Panorama Trayvon Martins Todesschütze wollte Tatwaffe versteigern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 12.05.2016
Ein Polizist hält die Waffe in den Händen, mit der Todesschütze George Zimmerman vor vier Jahren den unbewaffneten Afroamerikaner Trayvon Martin erschossen hat. Quelle: Joe Burbank/Orlando Sentinel
Anzeige
Washington

George Zimmerman, der mit seinen tödlichen Schüssen auf den unbewaffneten Schwarzen Trayvon Martin (17) USA-weite Proteste ausgelöst hatte, wollte seine Tatwaffe im Internet versteigern.

"Ich fühle mich geehrt und bin demütig, den Verkauf einer amerikanischen Ikone anzukündigen", schrieb Zimmerman auf der Auktionsseite GunBroker.com. Bereits kurz nach dem Start der Auktion war die Auktion am Mittag (Ortszeit) aber nicht mehr auf der Seite zu finden: "Der Gegenstand ist nicht mehr im System", hieß es. Warum, war nicht klar.

Zimmerman hatte den Jungen 2012 in Sanford (Florida) erschossen. Martin hatte Süßigkeiten gekauft und war friedlich auf dem Weg nach Hause. Zimmerman war privater Nachbarschaftswächter. Er machte Notwehr geltend. Eine Jury befand ihn für unschuldig.

In der langen Reihe von Fällen, in denen unbewaffnete Schwarze von Weißen erschossen werden, die dafür nicht belangt werden, war der Tod von Trayvon Martin einer der aufsehenerregendsten.

Gefragt, ob er den Verkauf der Waffe angemessen finde, sagte Zimmerman Fox News: "Ich bin ein freier Amerikaner, und ich kann mit meinem Eigentum tun, was ich möchte."

Die Kel-Tec PF-9 9mm sollte ursprünglich bis Freitag auf dem Markt sein. Das Justizministerium hatte sie Zimmerman zurückgegeben. Das Startgebot liegt bei 5000 US-Dollar.

Zimmerman sagte, er wolle das Geld benutzen, um gegen Gewalt der Bürgerrechtsbewegung Black Lives Matter gegen die Justiz zu kämpfen. Auch wolle er sicherstellen, dass Hillary Clintons Anti-Waffen-Rhetorik untergehe.

Die Trayvon-Martin-Stiftung erklärte zu dem Verkauf lediglich, man wolle zu dieser Person keine Stellungnahme abgeben. Im Internet löste die geplante Versteigerung eine Welle wütender Kommentare aus.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Pizzabote hat im US-Bundesstaat Oregon einem Stammkunden das Leben gerettet. Nachdem der Mann sich elf Tage lang keine Pizza mehr bestellt hatte, wurde der Fahrer misstrauisch.

12.05.2016

Ein fliegender Papagei ist im pfälzischen Zweibrücken von der Polizei geblitzt worden. Der "rasende" Vogel wurde in einer Tempo-30-Zone mit 43 Stundenkilometern gemessen.

12.05.2016

Die Firma Hyperloop One hat den Antrieb für ihr geplantes futuristisches Rohrtransport-System getestet. Dabei wurde eine Art übergroßer Schlitten auf Gleisen binnen einer Sekunde auf eine Geschwindigkeit von 100 Meilen pro Stunde (gut 160 Km/h) beschleunigt.

12.05.2016
Anzeige