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Panorama Tödlicher Unfall mit Streifenwagen: Polizist soll betrunken gewesen sein
Nachrichten Panorama Tödlicher Unfall mit Streifenwagen: Polizist soll betrunken gewesen sein
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14:15 06.02.2019
Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Berlin

Rund ein Jahr nach einem tödlichen Unfall mit einem Polizeiauto in Berlin steht nun der Verdacht im Raum, dass der Beamte am Steuer alkoholisiert war. Bei der Kollision starb eine 21-Jährige. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch entsprechende Ermittlungen. Zuerst hatte die „Berliner Morgenpost“ berichtet. Laut Staatsanwaltschaft war gegen den Polizisten zunächst wegen fahrlässiger Tötung ermittelt worden. Neu hinzugekommen sei nun der Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs durch Trunkenheit. Eine Anklage gegen den Polizisten gibt es bislang nicht.

Die 21-Jährige war in ihrem Auto am 29. Januar 2018 in der Nähe des Alexanderplatzes von dem Einsatzwagen mit Blaulicht gerammt worden, der mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Nach Angaben der Sprecherin wollte die junge Frau einparken.

Mit etwa ein Promille ins Krankenhaus eingeliefert?

Die Polizeipräsidentin in Berlin, Barbara Slowik, twitterte, auch wenn Fragen nach Schuld und Verantwortung erst nach Ende der Ermittlungen mit dem Urteil des Gerichts geklärt werden können, erschüttere der bloße Verdacht. „Ich sichere der Familie zu, dass ich mit vollem Nachdruck und rückhaltlos alles zur Aufklärung Erforderliche beitragen werde.“ Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft nur gegen den Fahrer des Wagens.

Erste Hinweise seien durch einen Vertreter der Nebenklage schon im Herbst gekommen, so die Staatsanwältin. Diese seien zunächst sehr vage gewesen, dann aber konkreter geworden. Schließlich habe die Staatsanwaltschaft die Patientenakte des Polizisten beschlagnahmt. Daraus habe sich ergeben, dass der Beamte nach dem Unfall mit circa 1 Promille eingeliefert worden sein soll.

Von RND/dpa