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Panorama Tod nach Einbruch: Keine Entschädigung für Witwe
Nachrichten Panorama Tod nach Einbruch: Keine Entschädigung für Witwe
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11:22 26.02.2010
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Dortmund. Stirbt ein Hausbesitzer nach einem Einbruch ohne körperlichen Angriff des Täters an den Folgen eines Schlaganfalls, erhält die Witwe keine staatliche Opferentschädigung. Dies hat das Sozialgericht Dortmund in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden.

Der Einbruch geschah im März 2008 in Bochum. Der 58-jährige Eigentümer und seine Ehefrau waren gerade im Keller, als sie im Haus über sich einen Einbrecher hörten. Er stahl unter anderem einen Autoschlüssel. In den folgenden Tagen hatten sie Angst, dass der Täter wiederkommen und mit dem Schlüssel den Wagen aus der Garage holen würde.

Fünf Tage später erlitt der Mann einen Schlaganfall, an dem er später starb. Für die Witwe waren die Aufregung und die Angst nach dem Einbruch die Ursache für den Schlaganfall. Daher beantragte sie eine Opferentschädigung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der jedoch ablehnte. Die dagegen beim Sozialgericht Dortmund erhobene Klage blieb ebenfalls ohne Erfolg.

Es habe kein tätlicher Angriff auf den Hausbesitzer stattgefunden, der zur Entschädigung berechtigt hätte, urteilte das Gericht. „Vielmehr handele es sich bei dem Einbruchdiebstahl um ein Vermögensdelikt, das sich nicht gegen die körperliche Integrität der Eheleute gerichtet habe.“ Der Umstand, dass dabei die Privatsphäre der Betroffenen verletzt werden könne, ändere daran nichts.

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