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Panorama Tipps für den ersten Schultag
Nachrichten Panorama Tipps für den ersten Schultag
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12:33 30.07.2010
Donnerstag ist es wieder soweit: erster Schultag Quelle: dpa
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VON PHILIPP LACKNER

„Das merkt man daran, dass dieser Tag besonders gestaltet ist“, sagt der Schulpsychologe von der Landeschulbehörde in Hildesheim. Was bringt dieses Ritual? Wie können sich Eltern darauf vorbereiten? Und was kann man bei Problemen tun?

„Das Ritual hat den Sinn, Sicherheit zu geben“, erklärt Meyer. Das sei bei anderen Ereignissen auch so, etwa bei einer Hochzeit: Auch die stelle einen wichtigen Übergang in einen neuen Lebensabschnitt dar, genauso wie eben die Einschulung ein bedeutender Schritt in der Entwicklung des Kindes sei. „Vorher sind Kinder fest in die Familie eingebunden. Jetzt, in der Schule, heißt es: Ein Stück loslassen, sich neuen sozialen Erfahrungen und Herausforderungen stellen.“ Das alles komme auf die Sechs- bis Siebenjährigen zu. In dieser neuen Situation werde das Lustprinzip Schritt für Schritt vom Realitätsprinzip abgelöst: „Kinder müssen sich an neue Regeln gewöhnen, an eine neue Bezugsgruppe – die Klasse.“ Eine erhebliche Änderung im Sozialverhalten.

Eltern sollten ihren Nachwuchs darauf einstimmen, etwa mit der Schultüte. „Darauf freut sich das Kind, das mag es, das braucht es auch.“ In der Tüte sollten sich Dinge verstecken, die Jungen oder Mädchen gerne mögen, Süßigkeiten zum Beispiel, etwas zum Spielen, „aber nichts zu Teures“, rät der Psychologe. Neben diesen Kleinigkeiten könne man auch Dinge in die Tüte geben, die der Nachwuchs für die Schule braucht.

Auch positives Zureden sei beim Schulanfang wichtig: „Eltern können Kindern signalisieren, dass sie jetzt etwas lernen werden, dass sie ab nun zu den Großen gehören“, sagt Joachim Tiedemann, emeritierter Professor für pädagogische Psychologie an der Uni Hannover. So könne man den Übergang von der Kita in die Schule harmonisch gestalten – und emotionale Sicherheit vermitteln. Tiedemann: „Die Angst lässt sich nehmen, in dem etwa man sagt: Da warten spannende Aufgaben auf dich. Oder: Du wirst viele neue Freunde finden.“
Was in der Vorbereitung auf der Elternseite noch wichtig ist: Der Lehrerin einen Vertrauensvorschuss geben. „Oft verbinden Erwachsene mit Schule negative Erlebnisse“, sagt Meyer. Das soll man in dem Fall vermeiden – und sich auch von festen Erwartungen verabschieden. „Denn sonst besteht die Gefahr, dass Eltern enttäuscht werden.“

Bei der Einschulung selbst rät der Experte, dass Mutter und Vater dabei sind, auch, wenn die beiden getrennt leben. „Das zeigt dem Kind, dass dieser Tag wichtig ist.“ Im Anschluss an das erste Kennenlernen im Klassenraum empfiehlt er, gemeinsam etwas zu unternehmen. So verknüpft das Kind mit der Einschulung positive Erlebnisse und erinnert sich gerne daran. In die Schule begleiten sollten Papa oder Mama ihren Schützling nur die ersten drei Tage. Den Nachwuchs zu sehr zu behüten sei nicht gut.

Und falls es dem Kind in seiner neuen Umgebung nicht gefällt, heißt es abwarten. Hat sich die Lage nach drei bis vier Wochen nicht gebessert, sollten die Eltern das Gespräch mit der Lehrerin, um festzustellen, was los ist. Der Rat des Fachmanns: „Auf keinen Fall gleich zum Psychologen.“

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