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Polizei

Terroranschlag auf Zug in Kanada vereitelt

Die USA haben das Attentat von Boston kaum verarbeitet, da kommt die nächste Hiobsbotschaft: Extremisten sollen in Kanada einen Anschlag auf einen Fernreisezug zwischen Toronto und New York geplant haben. Kanadische Sicherheitskräfte haben den Anschlag vereitelt.

Toronto. Nach Angaben mehrerer Fernsehsender sollen zwei Männer geplant haben, entlang der Bahnstrecke zwischen Toronto und New York eine Brücke zu sprengen. Der Anschlag habe allerdings nicht unmittelbar bevorgestanden. Außerdem gebe es keinen Zusammenhang mit dem Bombenattentat auf den Boston Marathon vor einer Woche, hieß es.
Die Polizei nahm nach Berichten des kanadischen Senders CBC zwei Verdächtige in den Provinzen Ontario und Quebec fest. Die Männer, offenbar Ausländer, seien von Fahndern rund ein Jahr lang beobachtet worden. Bei den Ermittlungen hätten kanadische und US-Ermittler zusammengearbeitet.

Der vereitelte Terroranschlag wurde nach vorläufigen Erkenntnissen von Mitgliedern der Terrororganisation Al-Kaida geplant. Die Festgenommenen hätten Anweisungen aus dem Ausland erhalten, wie der Sender CBC unter Berufung auf die kanadische Polizei berichtete. In einigen Medien war die Rede davon, dass der Plan im Iran entwickelt wurde – staatliche Stellen seien aber nicht involviert gewesen. Die Männer sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

In den vergangenen Jahren waren wiederholt mutmaßliche islamistische Terroristen aus Kanada ins Visier der Fahnder geraten. So sollen bei dem Angriff auf eine Gasförderanlage in Algerien Anfang des Jahres auch Extremisten aus Kanada beteiligt gewesen sein.

Die vereitelte Anschlag in Kanada wird auch in den USA für weitere Spannung sorgen, das Attentat auf den Boston Marathon ist erst wenige Tage her. Einer der Täter, der schwerverletzte Dschochar Zarnajew (19), hatte sich bei seiner Flucht mit einem Schuss durch den Mund vermutlich selbst das Leben nehmen wollen. Gegen ihn ist jetzt Anklage erhoben worden. Nach Einschätzung der Ermittler plantener und sein getöteter Bruder noch weitere Anschläge. Vorerst wird er unter einer Sonderregelung verhört – für ihn gelten vorerst nicht die „Miranda-Regeln“ (siehe Seite 2). Er wird also ohne Anwalt befragt.


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