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Panorama Schweres Erdbeben verwüstet Hauptstadt von Haiti
Nachrichten Panorama Schweres Erdbeben verwüstet Hauptstadt von Haiti
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08:34 13.01.2010
Diese Frau hat in den Trümmern überlebt: Helfer bergen sie aus einem eingestürzten Haus Quelle: afp
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Vom Präsidentenpalast bis zu den Hütten in den Vorstadtslums stürzten zahllose Gebäude ein. In den Straßen lagen Tote und Verletzte. Wie viele es sind, konnte zunächst niemand sagen. In der Nacht versammelten sich tausende Bewohner auf den Plätzen, sangen religiöse Lieder oder weinten.

„Die Krankenhäuser sind mit all diesen Opfern überfordert“, sagte der Arzt Louis-Gerard Gilles. Nach einer Kontaktaufnahme mit der US-Botschaft in Haiti sprach das Außenministerium in Washington von „erheblichen Verlusten an Menschenleben“.

Erheblich beschädigt wurde auch die Zentrale der UN-Friedensmission in Haiti, wie die Vereinten Nationen in New York mitteilten. Eine große Zahl von UN-Mitarbeitern werde vermisst, sagte der Leiter der UN-Friedensmissionen, Alain Le Roy. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich sehr besorgt und sagte: „Nach diesem verheerenden Erdbeben ist mein Herz beim Volk von Haiti.“ In der Nähe der Vorstadt Petionville stürzte ein Krankenhaus ein.

Mit einer Stärke von 7,0 war das Beben am Dienstag um 16.53 Uhr Ortszeit (22.53 Uhr MEZ) nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) in Golden, Colorado, das schwerste in Haiti seit 1770. In der benachbarten Dominikanischen Republik kamen 1946 nach einem Erdstoß der Stärke 8,1 1.790 Menschen ums Leben.

Das Zentrum lag 15 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince in einer Tiefe von acht Kilometern. Es habe mindestens sechs Nachbeben mit Messwerten von mehr als 4,5 gegeben, sagte der USGS-Seismologe Harley Benz.

Das Beben war auch in der benachbarten Dominikanischen Republik zu spüren, die sich mit Haiti die Insel Hispaniola teilt. Auch im Osten von Kuba bebte die Erde. Der US-Wetterdienst gab eine Tsunami-Warnung für Haiti, die Dominikanische Republik und die Bahamas aus.

Die USA boten dem verarmten Karibikstaat Hilfe an. US-Präsident Barack Obama sagte, seine Gedanken und Gebete seien bei den Menschen in Haiti. Das Außenministerium nahm Beratungen über einen humanitären Einsatz auf. Auch Mexiko und Venezuela kündigten Hilfe an. apn

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