Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Schon wieder zwei Gefangene aus JVA Plötzensee ausgebrochen
Nachrichten Panorama Schon wieder zwei Gefangene aus JVA Plötzensee ausgebrochen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 01.01.2018
Ist die Haftanstalt nicht ausreichend gesichert? Quelle: imago/ZUMA Press
Anzeige
Berlin

Einem Medienbericht zufolge sind erneut zwei Häftlinge ausgebrochen. Wie die Bild-Zeitung am Montag berichtet, sollen die Gefangenen aus der Zelle eines Mithäftlings getürmt sein. Dort soll ein Gitter vor dem Fenster aus der Verankerung gerissen worden sein. Ein Justizsprecher habe den Vorfall auf Nachfrage bestätigt.

Das Berliner Gefängnis war erst vor wenigen Tagen wegen einer spektakulären Flucht von vier Häftlingen in die Schlagzeilen geraten. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur.

Filmreife Flucht mit Trennschleifer und Hammer

Die vier Häftlinge im Alter zwischen 27 und 38 Jahren hatten sich am Donnerstag mittels Trennschleifer und einem schweren Hammer den Weg in die Freiheit gebahnt. Sie arbeiteten in einer Autowerkstatt auf dem JVA-Gelände, gelangten von dort in einen Heizungsraum und schließlich durch eine mit den Werkzeugen bearbeitete Lüftungsöffnung ins Freie. Dann krochen sie unter dem Außenzaun des Gefängnisses hindurch und verschwanden.

Am Freitag wurde bekannt, dass sich ein fünfter Gefangener am Donnerstagabend nicht wieder aus dem offenen Vollzug zurückgemeldet hatte. Der 30-Jährige verbüßte eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe wegen des Erschleichens von Leistungen und Ordnungswidrigkeiten. Auch nach ihm wird laut Polizei noch immer gesucht.

Nach den Tätern wird ohne Fotos gefahndet

Die Polizei hat eine Großfahndung nach den 27 bis 38 Jahre alten Männer ausgelöst, die seit diesem Jahr in der JVA wegen Straftaten wie Diebstahl, räuberischer Erpressung oder schwerer Körperverletzung einsaßen. Von einer Fahndung mit Bildern sah die Polizei auch am Sonntag noch ab, wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage erklärte. Die Fahndung mit Fotos nach Personen dürfen Staatsanwälte und Richter laut Gesetz nur anordnen, wenn alle anderen Methoden zur Ermittlung des Aufenthaltes deutlich weniger erfolgversprechend sind.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) kündigte eine Überprüfung aller Sicherheitsmaßnahmen in der Vollzugsanstalt an. „Zudem werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, bis alles aufgeklärt ist.“ Unterdessen wurden erste Rücktrittsforderungen laut. Die Berliner CDU gab dem rot-rot-grünen Berliner Senat die Schuld für den Ausbruch. Behrendt sagte dazu: „Ich bin bereit, dem Parlament Rede und Antwort zu stehen.“

Von MAZ/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann auf Präsident Erdogan brachte das Delikt der Majestätsbeleidigung wieder ins Bewusstsein. Doch dieser Straftatbestand ist ab dem 1. Januar 2018 endgültig Geschichte.

01.01.2018

Weil ein Tempolimit in Köln nicht hinreichend ausgeschildert wurde, hat ein Blitzer fälschlicherweise Hunderttausende Fotos geschossen. Nun muss die Stadt mindestens 1,3 Millionen Euro Bußgelder an die betroffenen Autofahrer zurückzahlen.

01.01.2018

Rund um den Globus haben die Menschen feiernd das Jahr 2018 begrüßt! Der reisereporter zeigt Ihnen die schönsten Feuerwerke und wie die Welt Silvester gefeiert hat.

01.01.2018
Anzeige