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Panorama Schneesturm sorgt für Probleme in Deutschland
Nachrichten Panorama Schneesturm sorgt für Probleme in Deutschland
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13:18 09.01.2010
Viele Autobahnen blieben leer: Die meisten Menschen blieben daheim Quelle: ap
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Das vielfach befürchtete ganz große Chaos blieb aber aus und wird vom Deutschen Wetterdienst auch im Lauf des Wochenendes nicht mehr erwartet. Auch der Bahnverkehr blieb bis zum Mittag von massiven Störungen verschont, wenn es auch regional immer wieder zu Verspätungen kam.

Die Winterdienste waren sowohl auf den Straßen als auch den Flughäfen im Dauereinsatz, um die Schneemassen zu beseitigen. Allerdings mussten sie sich am Samstag vor allem auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen beschränken, viele Nebenstraßen und Gehwege blieben auch in Großstädten ungeräumt. Allein in Baden-Württemberg wurden bis zum Morgen mehr als 300 Verkehrsunfälle mit vier Schwer- und 37 Leichtverletzten registriert.

An der deutsch-französischen Grenze blieben bei Neuenburg in Südbaden an die 400 Lastwagen größtenteils die ganze Nacht über stehen, weil die Autobahn 35 im Elsass wegen der Schneemassen gesperrt wurde. Die Fahrer mussten bei eisiger Kälte in ihren Wagen ausharren und wurden vom Roten Kreuz mit Decken und warmen Getränken versorgt. Erst am Samstagvormittag wurde die Sperrung aufgehoben, so dass sich der vier Kilometer lange Lkw-Stau langsam auflösen konnte.

Erheblich beeinträchtigt wurde auch der Luftverkehr. Auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main fielen bis zum Mittag 216 Flüge aus, darunter 109 Landungen und 107 Starts. Die Fluggäste hielten sich aber weitgehend an die Empfehlung, sich rechtzeitig zu informieren, so dass sich der Andrang der Wartenden in Grenzen hielt.

Nürnberger Flughafen nach Zwischenfall gesperrt


In Nürnberg rutschte eine Boeing der Air Berlin am Freitagabend kurz vor dem Start von der Rollbahn und blieb im Schnee stecken. Die 133 Passagiere und Crew-Mitglieder blieben unverletzt und konnten die Maschine über die hintere Treppe verlassen. Das Flugzeug musste abgeschleppt werden, die Unfallursache wird untersucht. Der Flughafen blieb zweieinhalb Stunden lang gesperrt. Es ist bereits der dritte Vorfall mit einem Air-Berlin-Flugzeug innerhalb einer Woche.

Eine Annullierung von Flügen gab es auch in München „im niedrigen zweistelligen Bereich“. Auf den anderen Flughäfen kam es nur zu kleineren Störungen, überall wurden immer wieder Start- und Landebahnen vom Schnee geräumt und die Maschinen enteist.

Der Bahnverkehr in Deutschland lief nach Angaben eines DB-Sprechers trotz der Schneefälle ohne große Störungen. Regional gebe es einige witterungsbedingte Verspätungen vor allem im Südosten des Bundesgebiets. Davon war besonders der Raum Leipzig/Bitterfeld betroffen. Es gebe aber keine nachhaltigen Abweichungen vom Fahrplan und keine Zugausfälle. Für Auskünfte richtete die Bahn eine aus dem deutschen Festnetz kostenlose Hotline unter der Telefonnummer 08000-996633 ein.

Der Deutsche Wetterdienst hob am Samstagmittag mehrere Unwetterwarnungen auf oder schränkte sie ein. Das galt vor allem für die mittleren und südlichen Landesteile, die Schneefälle verlagerten sich nach Angaben der Meteorologen allmählich in den Norden des Bundesgebiets. Von starken Winden bis hin zu Sturmböen und möglichen Schneeverwehungen sollte auch der Küstenbereich betroffen sein.

Dort sorgte der Winter in Mecklenburg-Vorpommern für erhebliche Behinderungen. Durch den kräftigen Wind bildeten sich vor allem auf Landstraßen meterhohe Schneewehen, die ständig geräumt werden müssen, wie die Polizei mitteilte. Besonders betroffen sei die Insel Rügen. Von dort berichteten NDR-Hörer über abgeschnittene kleinere Ortschaften. Es kam zu etlichen Unfällen im Küstenbereich, die allerdings mit Blechschäden glimpflich verliefen.

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