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Panorama Schneefront "Daisy": Lage entspannt sich
Nachrichten Panorama Schneefront "Daisy": Lage entspannt sich
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11:48 11.01.2010
Meterhohe Schneewehen versperren den diese Landstraße in Mecklenburg. Quelle: ap
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In der besonders schwer betroffenen Region Ostvorpommern wurde der Katastrophenfall nach mehr als 15 Stunden wieder aufgehoben, wie ein Behördensprecher im Landkreis am Montagmorgen mitteilte.

Bundes- und Landstraßen in Ostvorpommern waren diesen Angaben zufolge im wesentlich wieder befahrbar. Problematisch war allerdings noch die Lage an der Anschlusstelle der A20 bei Süderholz. Dort konnten sieben Lkw bis zum Morgen noch nicht aus den Schneemassen befreit werden, wie der Sprecher des Katastrophenstabs mitteilte. Rund 50 Personen wurden im Landkreis Ostvorpommern bis Montag in Unterkünften betreut.

Wegen der Schnee- und Unwetterkatastrophe fällt am (heutigen) Montag in allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern der reguläre Unterricht aus. Betroffen sich auch Berufsschulen und Schulen in freier Trägerschaft. Unabhängig davon sollen aber alle Schulen geöffnet sein: Die Schulleiter sind angewiesen, während der geplanten Unterrichtszeiten die Betreuung der anwesenden Schüler zu organisieren. Auch in den schleswig-holsteinischen Landkreisen Rendsburg-Eckernförde, Bad Segeberg, Plön und Ostholstein fällt die Schule aus.

Der harte Winter könnte für die Volkswirtschaft Einbußen in Milliardenhöhe bedeuten. „Die kalte Witterung kann uns den Einstieg ins Wachstumsjahr 2010 gehörig verhageln“, zitierte die „Bild“-Zeitung Volker Treier, den Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Kälte und Schnee legten derzeit die Bautätigkeiten auf Eis. Dies treffe neben den Bauunternehmen selbst eine Vielzahl von Branchen wie die Zulieferer von Baustoffen und Maschinen, den Gerüstbau, die Dachdecker, aber auch den Handel mit Innenausstattungen. „Wenn sich das Wetter nicht bald ändert, dann verlieren wir im ersten Quartal rund zwei Milliarden Euro Wertschöpfung am Bau“, sagte Treier. Umgerechnet seien das rund 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal.

Der Süden der USA registriert zurzeit die niedrigsten Temperaturen seit Jahrzehnten. Zum ersten Mal seit mindestens 30 Jahren schloss der Metrozoo von Miami wegen Kälte. Der Zoo von Atlanta wurde wegen Glatteis auf den Wegen geschlossen. In Florida erfroren etwa 100.000 tropische Fische in den Teichen eines Züchters, nachdem es in der Nacht Frost gegeben hatte. Der Besitzer Michael Breen in Loxahatchee Groves bei Miami schätzte den entstandenen Schaden auf 535.000 Dollar (375.000 Euro). apn

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