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Panorama Samoa und Australien begrüßen das neue Jahr
Nachrichten Panorama Samoa und Australien begrüßen das neue Jahr
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15:38 31.12.2017
Raketen explodieren am 31.12.2017 in Sydney am Himmel beim Silvester-Feuerwerk über dem Sydney Opera House. Das Feuerwerk begann bereits um 21 Uhr Ortszeit.  Quelle: dpa
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Berlin

 Die ersten Menschen haben das neue Jahr bereits um 11.00 Uhr deutscher Zeit (MEZ) begrüßt. Die Einwohner der pazifischen Inselstaaten Samoa, Tonga und Kiribati starteten mit traditionellen Tänzen das Jahr 2018. Eine Stunde später feierte Neuseeland Silvester.

Lange bevor in Deutschland die Sektkorken knallen, begrüßt auch Australien das Jahr 2018. In Sydneys Hafengegend hatten sich schon am Samstag Touristen mit Zelten und Schlafsäcken versammelt, um an diesem Sonntag (14.00 Uhr MEZ) den besten Blick auf das Riesenfeuerwerk der Stadt mit dem berühmten Opernhaus zu ergattern. Insgesamt wurden 1,6 Millionen Menschen am Hafen erwartet.

Mit Partys und Feuerwerk heißen Milliarden Menschen weltweit am Sonntag und Montag das neue Jahr 2018 willkommen. In Deutschland ist wieder in Berlin am Brandenburger Tor die größte Silvesterparty geplant. Wegen der nach wie vor erhöhten Terrorgefahr und nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren wurden die Sicherheitsvorkehrungen vielerorts verstärkt. Die deutsche Feuerwerksbranche rechnet mit einem gleichbleibend hohen Silvesterumsatz von 137 Millionen Euro in diesem Jahr.

Nach den Vorfällen vor zwei Jahren wird in Köln die Sicherheitszone um den Dom für die Neujahrsfeiern 2018 erweitert. In dem abgesperrten Bereich ist Feuerwerk verboten. Vor allem auf dem Bahnhofsvorplatz will die Polizei außerdem verhindern, dass sich größere Gruppen bilden. Mehr Videokameras und bessere Beleuchtung sollen die Sicherheit erhöhen. Auch in vielen anderen deutschen Städten wie Hamburg oder Frankfurt und im Ruhrgebiet soll ein Polizeiaufgebot Übergriffe wie in der Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren verhindern. Beim Jahreswechsel 2015/16 waren in Köln am Hauptbahnhof viele Frauen sexuell bedrängt und beraubt worden. Die Vorkommnisse machten weltweit Schlagzeilen.

Nach einer Experten-Analyse der Kölner Polizei müssen nordrhein-westfälische Großstädte auch diesmal wieder mit der Anreise großer Gruppen junger Männer rechnen. Die Polizei hat deshalb massive Präsenz angekündigt. Bereits vor einem Jahr hatte die Polizei deutlich mehr Beamte an Silvester eingesetzt als im Vorjahr. Es werde „alles getan“, damit sich die Vorkommnisse der Kölner Silvesternacht von 2015/16 nicht wiederholten, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizei steht dabei vor einem Balanceakt. Vor einem Jahr hatte sie in Köln zwar neue Übergriffe verhindert, dafür handelte sie sich Rassismus-Vorwürfe ein. Kritisiert wurde, dass die Polizei am Hauptbahnhof Hunderte nordafrikanisch oder arabisch aussehende Männer überprüft hatte. Im Anlauf zur diesjährigen Silvesternacht hat die Polizei betont, dass sie nicht nach Aussehen oder Nationalität kontrolliere, sondern nach auffälligem Verhalten.

In Berlin gibt es auf der Festmeile erstmals einen Rückzugsbereich - „Safety Area“ genannt - für sexuell belästigte Frauen, wo krisengeschulte Helfer des Roten Kreuzes bereitstehen. Unter dem Motto „Welcome 2018“ soll bei wohl mild-feuchtem Wetter das neue Jahr begrüßt werden. An der ab mittags geöffneten eingezäunten und bewachten Partymeile auf der Straße des 17. Juni beginnt um 19.00 Uhr das Bühnenprogramm mit Stars wie Oli P. und Conchita. Um Mitternacht erstrahlt das Höhenfeuerwerk. Das ZDF überträgt live ab 20.15 Uhr. Um Mitternacht schaltet auch das Erste wieder zum Feuerwerk am Brandenburger Tor.

Auf den nordfriesischen Inseln mit ihren traditionellen Reetdächern oder in vielen historischen Altstädten müssen Einheimische und Touristen dagegen meist auf Raketen und Böller verzichten.

Millionen Deutsche feiern auf Privatpartys oder vor dem Fernseher, wo für viele der englische Komiker Freddie Frinton als Butler James und sein Kampf mit dem Tigerfell zum Programm gehört, also der rund zwanzigminütige Schwarzweiß-Sketch „Dinner for One oder Der 90. Geburtstag“ von 1963. Mittlerweile gibt es unzählige Neuverfilmungen und Abwandlungen von Miss Sophies Dinner. Sie laufen den ganzen Tag über in den ARD-Programmen.

Nach Deutschland feiert etwa Großbritannien (1.00 Uhr am 1. Januar MEZ) Silvester, es folgen Rio de Janeiro in Brasilien (3.00 Uhr) oder Städte in den USA wie New York (6.00 Uhr) und Los Angeles (9.00 Uhr). Als letztes begrüßen Menschen auf der zur Insel-Gruppe Amerikanisch-Samoa gehörenden Insel Tutuila das Jahr 2018. Dort feiern die Bewohner um 12.00 Uhr MEZ am Montag Happy New Year. Um 13.00 Uhr beginnt auf der Bakerinsel und der Howlandinsel das neue Jahr. Diese sind jedoch unbewohnt.

Von RND/dpa

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