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Panorama Rettungsbohrung hat begonnen
Nachrichten Panorama Rettungsbohrung hat begonnen
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14:35 31.08.2010
Das Spezialgerät aus Australien soll den Schacht zu den verschütteten Arbeitern bohren. Quelle: dpa
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Copiapo. Um 04.25 Uhr (MESZ) am Dienstagmorgen begann abgeschirmt von den  bangen Blicken der Angehörigen und auch der Medien der Bohrer seine  Arbeit. Er bohrt zunächst einen nur 33 Zentimeter breiten Schacht zu den eingeschlossenen Bergleuten. Erst ein weiterer Spezialbohrer  kann diesen dann auf die doppelte Breite bringen. Dann ist der  Schacht breit genug, um mit einer Rettungskapsel die Bergleute  nacheinander bergen zu können.

Das Bohrgerät kann pro Tag maximal 20 Meter in die Tiefe  vordringen. Nach Einschätzung von Experten werden die Arbeiten bis  zu vier Monate dauern. Während der Zeit müssen die eingeschlossenen  Bergleute in Schichten rund um die Uhr herunterfallende  Gesteinsbrocken aus dem Weg räumen. Dabei leben sie mit der  ständigen Angst, die Bohrungen könnten weitere Einstürze  verursachen.

Außerdem kämpfen die Männer in der feuchten und heißen Luft  unter Tage mit ersten Krankheiten. Einige der Eingeschlossenen  leiden nach Angaben von Gesundheitsminister Jaime Mañalich an  Infektionen und Hautgeschwüren. Zudem zeigten einige Anzeichen von  Depressionen. Es sei „eine nie zuvor bewältigte Aufgabe“, die  Männer 700 Meter unter Tage so lange gesund zu halten, sagte Mañalich.

Unterstützung in Gesundheitsfragen soll von vier Experten der  US-Raumfahrtbehörde NASA kommen, die nach Chile reisen. Dabei  sollen sie ihre Erfahrungen mit Astronauten nutzen, wenn diese  lange im All sind. „Die Umgebung mag anders sein, aber mental und  physisch ist es eine vergleichbare Situation“, sagte  NASA-Chefmediziner Michael Duncan, der mit nach Copiapo reist.

Die 33 Bergleute sind seit dem Einsturz der kleinen Gold- und  Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste am 5.  August verschüttet. Sie stehen über einen schmalen  Verbindungsschacht in Kontakt mit der Außenwelt. afp

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