Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Resteboxen sollen Verschwendung von Essen stoppen
Nachrichten Panorama Resteboxen sollen Verschwendung von Essen stoppen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 10.03.2015
Restaurants sollen ihren Gästen anbieten, die Reste einzupacken. Foto: Rainer Jensen/Archiv
Anzeige
Hamburg

Zunächst werden bundesweit 15 000 kompostierbare Reste-Boxen kostenfrei in Restaurants verteilt, kündigte die Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth in Hamburg an.

Die Restaurants sollen künftig ihren Gästen aktiv anbieten, Reste einzupacken, sagte Marcus Ramster von "greentable". Und die Gäste sollen ermutigt werden, im Lokal nach dieser Möglichkeit zu fragen.

Das Hamburger "Landhaus Scherrer", ein Gourmet-Haus an der Elbchaussee, ist das erste Restaurant, das die Boxen anbietet. Sternekoch und Hausherr Heinz O. Wehmann versteht sich als Wegbereiter der Nachhaltigkeit. "Die Reste-Box ist für uns nur der letzte Schritt". Schon vorher könne jedes Restaurant viel gegen die Verschwendung tun. "Wir werfen nichts weg." Zum Beispiel? Aus einem ganzen Filet werde ein Medaillon, ein Filetgeschnetzeltes und ein Ragout. "Dazu gehört aber Fachwissen."

Die "greentable"-Gründer Matthias Tritsch und Marcus Ramster hoffen darauf, einen Mentalitätswandel anzustoßen. 1000 Restaurants in Hamburg hatten sie schon gefragt, nur eins wollte mitmachen, räumte Tritsch ein. Auch Flachsbarth befürchtet: "Wir müssen sicherlich dicke Bretter bohren." Es gehe um die Wertschätzung für Lebensmittel.

Die Reste-Boxen stammen von einem Hersteller in den Niederlanden. "Sie sind auf der Deponie in acht Wochen verrottet", sagte Wolfgang Thole vom Unternehmen "biofutura".

Die Aktion "Restlos genießen" ist Teil des Projekts "Zu gut für die Tonne" beim Bundesministerium. Dafür steht jährlich knapp eine Million Euro zur Verfügung.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Tod von zehn Menschen bei Dreharbeiten für eine Survival-Show hat in Frankreich Fassungslosigkeit ausgelöst. Bei der Kollision von zwei Hubschraubern waren am Montag in Argentinien acht Franzosen und die beiden argentinischen Piloten ums Leben gekommen.

10.03.2015

Ein Geisterfahrer soll nach dem Gewinn einer halben Million Euro in einer Spielbank auf der hessischen A3 zugedröhnt einen Menschen getötet und mehrere zum Teil schwer verletzt haben.

10.03.2015

Immer weniger Frauen in Deutschland treiben ab. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche geht seit zehn Jahren kontinuierlich zurück. Rund 99 700 Abtreibungen wurden 2014 gemeldet, das waren 3,0 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

10.03.2015
Anzeige