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Panorama Ölleck bleibt geschlossen
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17:07 18.07.2010
Endlich: Das Bohrloch ist dicht.

Washington. Drei Monate nach Beginn der schwersten Umweltkatastrophe der US-Geschichte fließt damit kein Öl mehr in den Golf von Mexiko. Im Augenblick gebe es keine Vorgabe, das Bohrloch wieder zu öffnen, sagte BP-Manager Doug Suttles am Sonntag in Houston (Texas).

Dennoch geben die Experten keine Entwarnung: Falls sich herausstellen sollte, dass die kilometerlange Steigleitung unter dem Meeresboden dem Druck nicht standhalten sollte, müsse man das Leck wieder öffnen. Dann werde das ausströmende Öl wieder auf Tanker abgepumpt.

„Niemand will mehr Öl im Golf von Mexiko fließen sehen“, sagte Suttles. „Doch wenn es Probleme gibt, öffnen wir das Leck wieder.... Dies muss von Tag zu Tag entschieden werden.“

Experten von BP hatten am Donnerstag einen meterhohen Zylinder auf dem Bohrloch platziert und dessen Ventile geschlossen. Erstmals seit dem Unfall auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April gelang es damit, das Leck abzudichten. Seitdem flossen Tag für Tag bis zu 8200 Tonnen Rohöl ins Meer, weite Strecken der US-Golfküste sind verseucht.

Allerdings scheint das weitere Vorgehen umstritten. So signalisierte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, noch in der Nacht zum Sonntag, nach Ende der Belastungstests werde das Bohrloch wieder geöffnet. Unmittelbar nach Ende des Tests werde man „unverzüglich“ wieder damit beginnen, das Öl auf Schiffe abzuleiten. Zeitweise hieß es, die Lecks sollen lediglich während Hurrikans abgedichtet werden, wenn kein Öl abgepumpt werden kann.

Experten hatten befürchtet, dass die Steigleitung in der Tiefe dem Druck nicht standhalten oder gar bersten könne. Die bisherigen „Integritäts-Test“ seien ermutigend, sagte Suttles am Sonntag. Zwar gebe es „ein paar Blasen“, die entweichen - dies sei aber nicht besorgniserregend. Die Tests waren ursprünglich lediglich für eine Dauer von 48 Stunden vorgesehen. Sie sollen aber weiter laufen.

Suttles betonte erneut, endgültig solle das Leck im August mit Schlamm und Zement verschlossen werden. Gute Nachrichten gebe es auch bei der Säuberung des Meeres von bereits ausgetretenem Öl. „Es gibt immer weniger Öl an der Meeresoberfläche. Auch das ist ein ermutigendes Zeichen.“ dpa

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