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Panorama Natascha Kampusch präsentiert Dokumentation in Hamburg
Nachrichten Panorama Natascha Kampusch präsentiert Dokumentation in Hamburg
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15:28 14.12.2009
Natasha Kampusch stellt in Hamburg eine Dokumentation vor. Quelle: AFP (Archiv)
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Hamburg. „Man sieht die Dinge in meinem Heimatland ganz anders, ich wollte das von einer anderen Seite betrachtet sehen“, sagte Kampusch bei der Vorstellung des Films am Montag in Hamburg. Produktionen österreichischer Medien hätten häufig einen „Wegwerfcharakter“, weshalb sie sich für die Zusammenarbeit mit dem NDR entschieden habe.

Die 45-minütige Dokumentation beschreibt den Tag der Entführung im März 1998 und erzählt in der Folge von den Erlebnissen des Mädchens während ihrer langjährigen Isolation. Ergänzt wird der Film durch Berichte von Kampusch selbst, ihrer Mutter sowie von Ernst Holzapfel, einem Freund ihres Entführers Wolfgang Priklopil, der zeitweise als möglicher Mitwisser gehandelt wurde. Zudem werden Aufnahmen der Suche nach dem damals zehnjährigen Mädchen und der Fahndung nach dem Täter gezeigt.

Der Autor Peter Reichard und die Regisseurin Alina Teodorescu wählten für die Rekonstruktion des Martyriums der heute 21-jährigen Kampusch eine minimalistische Herangehensweise. „Das ist ein filmisch sehr undankbares Thema“, sagte Teodorescu. Es habe die Gefahr bestanden, dass der Film verharmlosend oder banal wirke. Somit beschränken sich die Bilder überwiegend auf das Verlies des Mädchens im Keller ihres Entführers sowie auf dessen Haus und Garten.

Der Film endet mit der Selbstbefreiung Kampuschs im August 2006 und dem darauffolgenden Medieninteresse. Zum Schluss äußert Kampusch ihren Wunsch, als normaler Mensch akzeptiert zu werden und nicht immer als Opfer gesehen zu werden. Das Erste zeigt die Dokumentation „Natascha Kampusch - 3096 Tage Gefangenschaft“ am 25. Januar um 21.00 Uhr.

ddp

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