Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Mutter verliert Sorgerecht, weil sie dem Sohn Besuch beim Vater verbietet
Nachrichten Panorama Mutter verliert Sorgerecht, weil sie dem Sohn Besuch beim Vater verbietet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:30 01.12.2009
Anzeige

Das Amtsgericht München hat einer sich renitent weigernden Mutter in einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung den zehnjährigen Sohn abgenommen und das Kind noch im Gerichtssaal in die Obhut des Vaters übergeben.

Das Ehepaar hatte sich vor zwei Jahren scheiden lassen. Obwohl beide sich das Sorgerecht teilten, durfte der Vater seinen Sohn innerhalb von eineinhalb Jahren nur fünfmal sehen, wie das Gericht mitteilte. Selbst Vermittlungsversuche des Familiengerichts, einer Beratungsstelle und sogar der Einsatz einer sogenannten Umgangspflegerin, die das Kind zum Vater begleiten sollte, um der Mutter ihre Ängste zu nehmen, halfen nicht.

Als die Mutter dann auch noch das Kind ohne Zustimmung des Vaters von der bisherigen Schule abmeldete, reichte es dem Gericht. Nach Anhörung aller Beteiligten sowie des Jugendamts und eines Sachverständigen entzog die Familienrichterin der Mutter das Sorgerecht bezüglich der Aufenthaltsbestimmung, der Gesundheitsfürsorge sowie der Schulwahl und übertrug es auf den Vater.

Für die positive Entwicklung des Kindes sei eine enge, vertrauensvolle Vater-Kind-Bindung unverzichtbar, befand die Richterin. Die Mutter sei nicht in der Lage, ihre eigenen Probleme dem Bedürfnis ihres Sohnes nach Kontakt zum Vater unterzuordnen. Der Entscheidung stehe auch nicht entgegen, dass der Sohn momentan gar nicht zum Vater wolle. Dies sei nicht sein wirklicher Wunsch, sondern resultiere nur aus dem von der Mutter geschaffenen Loyalitätskonflikt, entschied die Richterin. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

ddp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Begriff „hartzen“ ist zum Jugendwort des Jahres 2009 gewählt worden. Das Verb hätten Jugendliche vom Begriff „Hartz IV“ abgeleitet, es bedeute „arbeitslos sein“ oder „rumhängen“, teilte der Langenscheidt Verlag am Dienstag in München mit.

01.12.2009

Viereinhalb Tage nach seinem Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Aachen ist der 46-jährige Schwerkriminelle Peter Paul Michalski gefasst.

01.12.2009

Wegen des Klimawandels wird sich Wintersport in den Mittelgebirgen in einigen Jahrzehnten kommerziell kaum noch lohnen.

30.11.2009
Anzeige