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Festnahme in Nicaragua: Der 31-Jährige zählte zu den zehn vom FBI meistgesuchten Verbrechern.

Festnahme in Nicaragua: Der 31-Jährige zählte zu den zehn vom FBI meistgesuchten Verbrechern. © Mario Lopez

Kriminalität

Mutmaßlicher US-Sexualstraftäter in Nicaragua verhaftet

Er war der meistgesuchte Sexualstraftäter der USA - jetzt ist Eric Justin Toth in Nicaragua verhaftet worden. Er soll Minderjährige sexuell missbraucht und Kinderpornos hergestellt haben.

Managua. Der 31 Jahre alte US-Bürger sei am Samstag in der Stadt Estelí, 160 Kilometer nördlich der Hauptstadt Managua, festgenommen worden, sagte Polizeichefin Aminta Granera am Montag (Ortszeit).

Er habe bei seiner Verhaftung erheblichen Widerstand geleistet. Mit einem falschen Reisepass sei Toth bereits länger in Nicaragua gewesen, sagte Granera.

Eskortiert von vermummten Polizisten wurde Toth am Montag der Presse vorgeführt. Nach der Überprüfung beschlagnahmter Computer lägen bislang keine Hinweise vor, dass er auch in Nicaragua Kinder missbraucht habe, sagte Polizeichefin Granera.

Toth sei noch am Montagabend an sein Heimatland ausgeliefert worden, berichtete der nicaraguanische Fernsehsender Canal 15 am Dienstag. Das FBI bestätigte dies auf Anfrage zunächst nicht.

Toth war 2011 auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher der US-Bundespolizei FBI nachgerückt, nachdem der Al-Kaida-Führer Osama bin Laden getötet worden war. Er war der einzige mutmaßliche Sexualstraftäter auf der Fahndungsliste. Mit Steckbriefen auf Bussen und Plakatwänden suchte die Polizei nach dem Mann, wie die "Washington Post" berichtete.       

Toth gilt als Computerexperte mit guten Kenntnissen über virtuelle Sicherheitssysteme. So sei es ihm gelungen, Pässe und Kreditkarten zu fälschen, teilte die nicaraguanische Polizei mit.

Seinen Opfern habe sich der frühere Lehrer in sozialen Netzwerken im Internet genähert. Dort habe er sich als Nachhilfelehrer angeboten. An seinem früheren Arbeitsplatz, einer Grundschule in der US-Hauptstadt Washington, soll bekannt gewesen sein, dass Toth ein ungewöhnliches Interesse vor allem an Jungen hegte, berichtete die "Washington Post" weiter. Er soll ihnen kostenlos Nachhilfeunterricht erteilt und als Babysitter die Nacht bei ihnen verbracht haben, schrieb das Blatt.   

Im Juni 2008 seien kinderpornografische Bilder auf Toths Kamera gefunden worden, heißt es in dem Steckbrief des FBI. Kurz darauf tauchte der Mann unter. Auch im Bundesstaat Maryland soll er Kinderpornos angefertigt haben. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Flüchtigen führen, hatte das FBI eine Belohnung von 100 000 US-Dollar (etwa 77 000 Euro) ausgesetzt.

dpa


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