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Panorama Mord an Lehrerin wegen verschmähter Liebe
Nachrichten Panorama Mord an Lehrerin wegen verschmähter Liebe
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16:52 19.12.2009
Blumen liegen am Samstag in Osterholz-Scharmbeck vor dem Gymnasium, an dem die Lehrerin arbeitete, die am Freitag von einem ehemaligen Schüler erstochen wurde.
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Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag in Bremen bekannt gaben, war der 21-jährige Schüler, der die Frau am Freitag in der Nähe ihrer Wohnung erstochen hatte, nach ersten Erkenntnissen in die Frau verliebt. Er wollte seiner früheren Lehrerin am Freitag nach eigenen Angaben „mehrere tausend“ Fragen stellen.

Weil die Frau sich wehrte, griff der Schüler zum Messer und stach mehr als 20 Mal auf sie ein. Ein Zeuge, der helfen wollte, konnte den Tod der Frau nicht verhindern. Sie starb noch auf dem Parkplatz, wo der Schüler ihr aufgelauert hatte.

Die Lehrerin unterrichtete Biologie und Chemie an einem Gymnasium in Osterholz-Scharmbeck. Sie hatte sich bereits im Januar 2008 wegen des Schülers an die Polizei gewandt. Der Junge war auffällig und ein Einzelgänger. Die Lehrerin fürchtete, er könnte sich das Leben nehmen. Die Polizei ermittelte damals gegen den Schüler und fand bei einer Wohnungsdurchsuchung unter anderem Schwarzpulver und Silvesterknaller. Strafrechtlich lag gegen den jungen Mann zu diesem Zeitpunkt aber nichts vor.

Der Schüler hatte am Freitag nach der Tat selbst die Polizei gerufen und sich festnehmen lassen. Wie Staatsanwalt Uwe Picard sagte, nannte der Täter bei dem Anruf seinen Namen und sprach sinngemäß die Worte: „Ich habe einen Menschen umgebracht. Ich habe meine Waffe niedergelegt. Bitte holen Sie mich ab.“ Der 21-Jährige wurde am Samstag noch vernommen.

Offenbar hatte er den Angriff auf seine Lehrerin schon längere Zeit geplant. In seiner Vernehmung gab der junge Mann an, mehrere tausend Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen ausgearbeitet zu haben, die er seiner früheren Lehrerin stellen wollte. Dabei soll es auch um Nähe und Sexualität gegangen sein.

Am Freitag hatte der Schüler nach eigener Darstellung gegen 10.00 Uhr einen GPS-Sender an dem Auto der Lehrerin befestigt. Mit den Koordinationsdaten verfolgte er das Fahrzeug bis auf den Parkplatz in der Nähe der Wohnung der 35-Jährigen. Dort wollte er die Frau zur Rede stellen und sie in eine benachbarte Wohnung drängen, doch dieser Plan scheiterte an der Gegenwehr der Frau.

Wie der Leiter der Polizeidirektion Verden/Osterholz, Uwe Jordan, sagte, stand der 21-Jährige auch nach den Ermittlungen 2008 im Visier der Polizei. Nach dem Amoklauf von Winnenden im März hätten die Polizei und örtliche Schulen gemeinsam an einem Präventionsprogramm gearbeitet, in dessen Rahmen auch der Fall des auffälligen Schülers zur Sprache gekommen sei. Außer einer „psychischen Auffälligkeit“ seien aber keine weiteren Auffälligkeiten und besonders keine konkrete Gefährdung für die Lehrerin festgestellt worden. Die Frau selbst habe sich korrekt verhalten, indem sie Schulleitung und Polizei über den Schüler informiert hatte.

Der 21-Jährige, der nicht zum Abitur zugelassen worden war, hatte seine Lehrerin schon länger beobachtet und ausspioniert. Die Frau hatte davon aber nichts mitbekommen. Deshalb spricht die Polizei nicht von einem Stalking-Fall.

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