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Panorama Missbrauchsvorwürfe: US-Kardinal tritt zurück
Nachrichten Panorama Missbrauchsvorwürfe: US-Kardinal tritt zurück
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15:40 28.07.2018
Gegen Kardinal Theodore Edgar McCarrick wurden Missbrauchsvorwürfe erhoben Quelle: AP
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Rom

Der unter Missbrauchsverdacht stehende ehemalige Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, tritt als Kardinal zurück. Papst Franziskus hat das Gesuch des 88-Jährgen angenommen, wie der Vatikan am Samstag mitteilte. Demnach darf McCarrick bis zum Ende seines kirchenrechtlichen Prozesses nicht mehr öffentlich in Erscheinung treten. Zudem verpflichtete das Kirchenoberhaupt McCarrick zu einem „Leben in Buße und Gebet“ an einem Ort, der ihm noch mitgeteilt werden soll.

McCarrick soll mindestens zwei Minderjährige missbraucht und Priesteramtskandidaten sexuell genötigt haben. Der emeritierte Washingtoner Erzbischof erinnert sich nach eigenem Bekunden nicht an die Taten, die ihm amerikanischen Medienberichten zufolge vorgeworfen werden.

Päpstliche Kinderschutzkommission fordert rasche Aufklärung

Vor wenigen Tagen hatte der Vorsitzende der päpstlichen Kinderschutzkommission, Kardinal Sean O’Malley, ein entschiedeneres Vorgehen gegen Missbrauchsfälle gefordert, an denen Bischöfe und Kardinäle beteiligt sind. Entsprechende Vorwürfe müssten rasch aufgeklärt werden, um weiteren Vertrauensverlust in die Kirche zu vermeiden. Der Papst hatte McCarrick im vergangenen Monat nach Bekanntwerden der Anschuldigungen zunächst lediglich untersagt, öffentlich priesterliche Aufgaben wahrzunehmen.

„Diese und andere Fälle erfordern mehr als Entschuldigungen“, erklärte O’Malley unter dem Eindruck des Falles McCarrick. Jede weitere Nachricht über Missbrauchsvorwürfe nähre Zweifel daran, „ob wir uns wirklich mit dieser Katastrophe in der Kirche auseinandersetzen“. Während die US-Kirche eine Politik der Null-Toleranz in Sachen Missbrauch bei einfachen Priestern verfolge, mangele es an klaren Vorgehensweisen für Fälle, die Bischöfe betreffen.

Von RND/epd

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