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Panorama Missbrauchsfall Staufen: erstes Urteil rechtskräftig
Nachrichten Panorama Missbrauchsfall Staufen: erstes Urteil rechtskräftig
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19:31 29.07.2018
Das Urteil ist rechtskräftig: Der 41 Jahre Deutsche Markus K. muss für zehn Jahre hinter Gitter. Im Anschluss folgt Sicherungsverwahrung. Quelle: dpa
Freiburg 

Der Fall sei damit juristisch abgeschlossen, das Urteil nicht mehr anfechtbar. Das Gericht hatte im April den 41 Jahre alten Deutschen Markus K. unter anderem wegen Vergewaltigung in zwei Fällen und schweren Kindesmissbrauchs zu zehn Jahren Haft, Sicherungsverwahrung und 12.500 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Der Gelegenheitsarbeiter aus der Nähe von Freiburg hatte die Vergewaltigungen des heute zehn Jahre alten Jungen gestanden. Es war das erste Urteil in dem Missbrauchsfall, der im Januar bekannt wurde und zu insgesamt acht Festnahmen und Anklagen führte.

Nach Markus K. waren weitere Männer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden, manche von ihnen mit Sicherungsverwahrung. Diese Urteile sind den Angaben zufolge alle noch nicht rechtskräftig, weil Prozessbeteiligte Revision eingelegt haben.

Der damals in Staufen lebende Junge war mehr als zwei Jahre lang im Darknet angeboten und Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter (48) und ihr wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte (39) werden dafür verantwortlich gemacht. Sie haben gestanden. Ihr Prozess läuft noch, ebenso wie das Verfahren gegen ein 33 Jahre alten Spanier.

Im Fall des Spaniers will das Gericht am Montag (8.30 Uhr) weitere Zeugen hören. Darunter sind nach Angaben des Landgerichts Freiburg Polizisten, die Computer und das Handy des Angeklagten ausgewertet haben. Angeklagt ist ein 33-Jähriger aus der Nähe von Barcelona. Er hat zugegeben, den damals in Staufen lebenden Jungen mehrfach vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Ein Urteil wird es laut Gericht frühestens am 6. August geben (Az.: 6 KLs 160 Js 32949/17 AK 5/18).

Der inzwischen zehn Jahre alte Junge war mehr als zwei Jahre lang im Darknet angeboten und Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter (48) und ihr wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte (39) werden dafür verantwortlich gemacht. Sie haben gestanden. Der Spanier ist demnach einer der Männer, die sich an dem Jungen vergangen haben.

Von RND/dpa