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Panorama Mexiko: Deutlich weniger Opfer durch Erdrutsch
Nachrichten Panorama Mexiko: Deutlich weniger Opfer durch Erdrutsch
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13:14 29.09.2010
Die Armee rückt an: Rettungsmannschaften suchen nach Überlebenden Quelle: dpa

Statt der zunächst angegebenen sieben Toten und etwa einhundert Vermissten gebe es lediglich elf Vermisste und bislang keine bestätigten Todesopfer, sagte Innenminister José Francisco Blake am Dienstag (Ortszeit). Die Erdmassen waren am Dienstagmorgen auf den Gebirgsort Santa Maria Tlahuitoltepec heruntergegangen.

„Glücklicherweise hat sich die Bilanz vollkommen geändert“ sagte der Innenminister in Oaxaca. Bei den Vermissten handele es sich um acht Kinder und drei Erwachsene. Rettungskräfte und Polizei hätten Mühe, zur Unglücksstelle vorzudringen. Sie müssten sich zu Fuß vorkämpfen, da Straßen durch Erdmassen blockiert seien und stürmisches Wetter Fliegen unmöglich mache.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Ulises Ruíz, hatte zuvor im mexikanischen Fernsehen die Schreckensnachricht verbreitet, dass bis zu 300 Häuser vom Schlamm verschüttet worden und tausende Menschen von dem Unglück betroffen seien; anfangs befürchteten die Behörden deshalb sehr viele Tote. Journalisten vor Ort widersprachen der Darstellung jedoch: Demnach wurden offenbar nur zwei Häuser zerstört und etwa 30 weitere beschädigt. Santa Maria Tlahuitoltepec liegt in 2400 Metern Höhe. Tagelange Regenfälle hatten die Erde aufgeweicht.

Mexiko kämpft nach Angaben der Regierung von Präsident Felipe Calderón derzeit mit der folgenschwersten Regensaison in der Geschichte des Landes. Durch Überschwemmungen und den Durchzug des Hurrikans „Karl“ sowie des Tropensturms „Matthew“ kamen seit Mai bereits rund 80 Menschen in Fluten und durch Erdrutsche ums Leben, schätzungsweise 400.000 Menschen wurden obdachlos.

In Mittelamerika insgesamt kamen etwa 300 Menschen in den vergangenen Monaten durch Unwetter ums Leben. Die Schäden gehen in die Milliarden. In Nicaragua rief Präsident Daniel Ortega Alarmstufe Grün aus, die es Städten und Gemeinden erlaubt, Notmaßnahmen mit der Bundesregierung zu koordinieren. Der Alarm soll Regierungsangaben bis zum Ende der Regensaison im November gelten.

Im Karibikraum galt eine neue Sturmwarnung: Das US-Hurrikanzentrum in Miami beobachtete die Entwicklung einer Tiefdruckzone 190 Kilometer südlich von Havanna, die sich demnach zum Tropensturm „Nicole“ auszuwachsen drohte. Die Sturmwarnung galt für Kuba, die Bahamas und den US-Bundesstaat Florida. afp

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