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Panorama Interpol-Chef tritt nach Ermittlungen in China zurück
Nachrichten Panorama Interpol-Chef tritt nach Ermittlungen in China zurück
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20:58 07.10.2018
Grace Meng, Ehefrau des verschwundenen Interpol-Präsidenten Meng Hongwei, liest in einem Hotel im französischen Lyon den Message-Dialog mit ihrem Mann auf ihrem Mobiltelefon. Sie möchte unerkannt bleiben. Quelle: AP Photo/John Leicester
Peking

Meng werde überwacht. Was für Verstöße ihm vorgeworfen werden, blieb unklar. Meng war Ende September während einer Reise in sein Heimatland China verschwunden. Er ist im November 2016 zum Interpol-Präsidenten gewählt worden. Seine Amtszeit läuft noch bis 2020. Zugleich ist er in China Vizeminister für öffentliche Sicherheit und hatte zudem hohe Posten bei der Betäubungsmittelkontrollbehörde sowie der Antiterrorbehörde inne. Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen ist Meng Hongwei als Interpol-Präsident zurückgetreten. Das teilte die internationale Polizeiorganisation am Sonntag in Lyon mit.

Seine Frau Grace Meng sagte, ihr Mann habe ihr während seiner Chinareise ein Bild mit einem Messer geschickt.

Dieses Foto zeigt die letzte Botschaft des Interpol-Chefs vor seinem Verschwinden. Seiner Frau schickte er eine Message mit einem Messer – offensichtlich als Symbol für Gefahr. Quelle: AP Photo/John Leicester

Damit habe er ihr zu zeigen versucht, dass er sich in Gefahr befinde. Seit dieser Nachricht vom 25. September habe sie keinen Kontakt mehr mit ihm gehabt, sagte Grace Meng. Vier Minuten vorher habe er ihr noch geschrieben, dass sie auf seinen Anruf warten solle. Sie wisse noch immer nicht, was mit ihm geschehen sei.

Die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ schrieb, Meng sei von der Disziplinarbehörde befragt worden, nachdem er vergangene Woche in China gelandet sei.

Von RND/AP