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Panorama Mehr als 200 Tote durch Tropensturm
Nachrichten Panorama Mehr als 200 Tote durch Tropensturm
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19:13 23.12.2017
Das Videostandbild zeigt Dorfbewohner, die versuchen in Lanao Del Norte (Philippinen) über ein reißendes Hochwasser zu gelangen. Quelle: dpa
Manila, Frankfurt am Main

Ein Tropensturm hat auf der südphilippinischen Insel Mindanao mindestens 200 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Behörden werden zahlreiche weitere Menschen vermisst. Am Samstag waren zivile Helfer, Militär und Polizei im Einsatz, um Tote zu bergen, nach Überlebenden zu suchen und Bewohner zu evakuieren, wie örtliche Medien meldeten. Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht.

Der Tropensturm „Vinta“, international „Tembin“ genannt, war am Freitag auf die Ostküste von Mindanao getroffen und hatte Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Strom- und Telefonleitungen waren unterbrochen. Auch wurden Flüge gestrichen und Fährverbindungen ausgesetzt.

Auf Mindanao, der zweitgrößten Insel des Landes, leben 20 Millionen Menschen. Ende 2011 hatte der Tropensturm „Washi“ dort eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Mindestens 1.250 Menschen waren damals ums Leben gekommen.

2013 kamen mindestens 6.300 Menschen durch Tropensturm ums Leben

Die Regierung sagte den Opfern Unterstützung zu. Am Samstag erreichte der Sturm, dessen Böen nach Angaben des meteorologischen Dienstes mit Geschwindigkeiten bis zu 145 Kilometern pro Stunde wehten, die westliche Provinz Palawan.

Erst vergangene Woche waren 54 Menschen umgekommen, als der Sturm „Kai-Tek“ über die Philippinen zog. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich 20 Wirbelstürmen getroffen. 2016 kamen durch den Taifun „Haiyan“ mehr als 6000 Menschen ums Leben.

Die Philippinen werden jährlich im Schnitt von etwa 20 Taifunen und anderen Wirbelstürmen heimgesucht. Mit seinen über 7.000 Inseln gehört das Land zu den ersten, die von Stürmen getroffen werden, die vom Pazifik herannahen.

Als bislang verheerendster Sturm auf den Philippinen gilt der Supertaifun „Haiyan“ vom November 2013. Damals waren mindestens 6.300 Menschen umgekommen, Millionen weitere wurden obdachlos. Klimaforscher führen die Zunahme der Tropenstürme in der Region auf die Erderwärmung zurück.

Von RND/epd