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Panorama Mann lebte jahrelang mit toter Mutter in Müll-Wohnung
Nachrichten Panorama Mann lebte jahrelang mit toter Mutter in Müll-Wohnung
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17:51 29.01.2010
In diesem Wohnblock lebte ein Mann mit seiner toten Mutter in einer Wohnung. Quelle: ap

Neunkirchen. Ein 61 Jahre alter Mann hat vermutlich mehrere Jahre lang mit der verwesten Leiche seiner Mutter in einer völlig vermüllten Wohnung in Neunkirchen im Saarland gelebt. Nach Klagen von Nachbarn über den Gestank hatten Ermittler die Räume durchsucht, teilte die Polizei am Freitag in Saarbrücken mit.

Daraufhin fanden Beamte am Freitag vergangener Woche zunächst die Leiche des 61-jährigen Wohnungsinhabers. Der Mann sei bereits mehrere Wochen tot gewesen. Bei der Suche nach der Mutter ergaben sich dann laut Polizei Ungereimtheiten. Erst bei einer systematischen Suche wurde ihre Leiche in der Badewanne entdeckt. Sie lag dort vermutlich seit mehreren Jahren.

Weder bei dem 61-Jährigen, der etwa drei bis vier Wochen tot im Wohnzimmer gelegen hat, noch bei der Frau habe die Rechtsmedizin Spuren von Gewalt erkennen können. Nach dem ersten Leichenfund hatten sich Polizisten auf die Suche nach der Mutter begeben, die in der gleichen Wohnung gemeldet war. Unter anderem behaupteten Nachbarn, die Frau lebe in einem Altenheim. In dem Neunkirchner Wohnhaus sei sie seit Jahren nicht mehr gesehen worden.

Die Beamten ermittelten schließlich einen weiteren, 65 Jahre alten Sohn. Er erklärte, zu seiner Mutter schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu haben. Dennoch wisse er sicher, dass sie sich in der Wohnung des jüngeren Bruders aufhalte. Erst nach längerer Suche in der mit einer Mengen von Tüten und Unrat überfüllten Wohnung fanden die Fahnder dann die Überreste der zweiten Leiche. Sie lag unter mehreren Stoffauflagen und zahlreichem Abfall in der Wanne und war in Müllsäcken verpackt. Die Mutter wäre heute fast 99-jährig.

Gegen den 65-Jährigen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet, da er möglicherweise seit Jahren die Rente seiner bereits verstorbenen Mutter zu Unrecht kassierte. dpa

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