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Islamisches Gericht

Malaysierin entgeht Prügelstrafe wegen Biertrinkens

Sechs Stockschläge für ein Bier - das war die Strafe, die ein islamisches Gericht in Malaysia gegen eine 33-jährige Muslimin verhängt hatte. Doch die Prügelstrafe wurde nach heftigen Protesten aufgehoben.

Kuala Lumpur. Menschenrechtler in aller Welt hatten dagegen scharf protestiert. Am Donnerstag kam die Entwarnung: seine Tochter sei vom zuständigen Sultan begnadigt wordn, teilte der Vater von Kartika Sari Dewi Shukarno mit. Sie müsse für ihr Vergehen jetzt nur noch mit drei Wochen gemeinnütziger Arbeit büßen. Die Sittenpolizei hatte Kartika vor gut zwei Jahren mit einem Bier in einer Strandbar erwischt und festgenommen.

Muslimen ist Alkoholtrinken per Gesetz verboten. Verhaftungen und Prozesse sind aber selten. Der Fall erregte Aufmerksamkeit, weil es so aussah, als werde bei der Mutter von zwei Kindern erstmals die Prügelstrafe an einer Frau vollstreckt. Im Februar teilte das Justizministerium aber überraschend mit, dass drei andere Frauen wegen außerehelicher Beziehungen mit Stockschlägen bestraft worden seien. Die drei wandten sich später an die Öffentlichkeit, bereuten ihr Verhalten und sagten, die Prügelstrafe sei angemessen gewesen. Fast 60 Prozent der 28 Millionen Malaysier sind Muslime.


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