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Panorama Luftbrücke für abgeschnittene Insel Hiddensee
Nachrichten Panorama Luftbrücke für abgeschnittene Insel Hiddensee
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15:19 02.02.2010
Luftbrücke nach Hiddensee. Am Dienstag wurden erste Urlauber ausgeflogen. Sie saßen tagelang im Eis fest. Quelle: dpa

Schaprode. Die Urlaubsinsel Hiddensee ist nach einer Woche eisiger Isolation per Hubschrauber-Luftbrücke mit frischen Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt worden. „Gleichzeitig haben wir etwa 40 festsitzende Urlauber von der Insel geholt“, sagte Manfred Baeslac, Technischer Direktor der Firma FJS Helikopter am Dienstag der Nachrichtenagentur DAPD. Etwa 30 weitere Urlauber müssten sich zunächst noch weiter auf der Insel gedulden, da am frühen Nachmittag die Aktion wegen Schnee-Gefahr abgebrochen werden musste.

Die Flüge wurden zwischen Hiddensee und Schaprode auf der großen Nachbarinsel Rügen absolviert, wo ansonsten die Fähre anlegen. Die kann wegen Eisgang und Maschinenschadens zunächst nicht mehr fahren. Am Mittwoch sollen die Flüge fortgesetzt werden, wie Baeslac sagte.

Die Verwaltung des für Hiddensee zuständigen Landkreises Rügen zeigte sich erleichtert, dass die Grundversorgung auf der kleinen Insel mit ihren gut 1.000 Einwohnern vorerst wieder gewährleistet sei und erste Urlauber die Rückreise antreten konnten, wie Behördensprecherin Karina Schmidt erklärte. Die Urlauber mussten den Flug selbst bezahlen.

Einige Urlauber hätten sich schon in Eigeninitiative befreit, indem sie Hiddensee trotz aller Warnungen zu Fuß über das Eis in Richtung Rügen verließen oder sogar von dort anreisten. „Davon raten wir nach wie vor dringend ab“, sagte Schmidt.

Ein letzter Versuch, Hiddensee über den Wasserweg zu erreichen, war am Montag gescheitert, als ein als Eisbrecher eingesetzter Tonnenleger sich als zu schwach für das starke Eis erwies. Zudem war die einzige eisbrechende Fähre der Hiddensee-Reederei seit Freitag wegen Maschinenschadens nicht einsetzbar. „Jetzt könnte sie wegen der Eisstärke ohnehin nicht mehr verkehren“, sagte Reederei-Sprecher Knut Schäfer. Hauptnahrungsmittel wie Brot, Butter, Kartoffeln und frisches Gemüse waren inzwischen auf der Insel weitgehend ausgegangen. Konserven und tiefgefrorene Lebensmittel sind aber reichlich vorhanden.apn

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