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Panorama Leichtes Tauwetter sorgt für viele Unfälle
Nachrichten Panorama Leichtes Tauwetter sorgt für viele Unfälle
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17:37 22.12.2009
Schneepflug im Einsatz Quelle: lni

Schneematsch, Schneeglätte und sogar Blitzeis sorgten in den Morgenstunden des Dienstags vor allem im Süden Niedersachsens für zahlreiche Probleme, sagte Meteorologe Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst.

Die Polizei in Osnabrück registrierte am Morgen rund 50 Verkehrsunfälle - meist allerdings nur Blechschäden. „Die Nebenstrecken sind noch immer sehr glatt. Aber sonst hält sich die Unfallquote in Grenzen“, zog ein Polizeisprecher Bilanz. Die anhaltende Schneeglätte führte auch in den Regionen um Lüneburg, Wolfenbüttel und Aurich zu zahlreichen Auffahrunfällen.

Mehrere Stunden lang musste die Autobahn 7 bei Hildesheim komplett gesperrt werden. Ein Lkw hatte dort die Mittelleitplanke durchbrochen und geriet dabei in die Gegenfahrbahn. Außerdem stürzte ein Sattelschlepper um. Beide Fahrer wurden dabei schwer verletzt. Die Polizei gab die Fahrbahn in Richtung Süden am Nachmittag wieder frei, die Fahrbahn in Richtung Norden sollte nach Angaben der Autobahnpolizei Hildesheim erst am Abend wieder befahrbar sein.

Der Automobilclub ADAC warnte angesichts des Tauwetters und des noch immer frostigen Bodens eindringlich vor Blitzeis und Eisregen. „Dann sollten die Autofahrer ihr Auto unbedingt abstellen, in die Raststätte gehen, Kaffee trinken und abwarten. Bei Eis ist das Auto nicht mehr beherrschbar“, sagte ADAC-Sprecherin Christine Rettig. Akute Glättegefahr sagte der Wetterdienst erneut für die Nacht zum 25. Dezember voraus.

Die Feuerwehr in Hannover hatte aufgrund geplatzter Heizungsrohre und Wasserleitungen alle Hände voll zu tun. Rund 60 Mal mussten die Einsatzkräfte wegen mehrerer Wasserschäden im Stadtgebiet ausrücken. An der Werra bei Hann.Münden musste inzwischen das Wehr eines Wasserkraftwerkes geöffnet werden, weil der Eisdruck die alte Anlage zu beschädigen drohte. Vor dem Wehr hatten sich Eisschollen aufgestaut.

Bis zum Wochenende wird es dem Deutschen Wetterdienst zufolge in Niedersachsen weiter tauen. Auch im Harz dürfte die noch geschlossene Schneedecke unterhalb von 800 Metern Höhe langsam Löcher bekommen. Für den Oberharz werden bis Heiligabend ebenfalls Plus-Temperaturen vorausgesagt. Nach Angaben des Harzer Verkehrsverbandes in Goslar hat es jedoch bisher keine Absagen von Wintersportlern und Weihnachtsgästen gegeben. „Wir haben im Oberharz Schneehöhen bis zu 30 Zentimeter. Bis der weggetaut ist, haben wir längst Neuschnee“, sagte hoffnungsvoll Sprecherin Miriam Fuchs.

Die Nordseeinseln hingegen bekommen zunächst keinen weiteren Neuschnee. Zum ersten Mal seit zehn Jahren war hier der erste Schnee tagelang liegen geblieben. Weiße Weihnachten möchte Meteorologe Robert Hausen jedoch nicht garantieren. „Wir gehen von deutlichen Plusgraden in den kommenden Tagen aus, so dass der vorhandene Schnee auch auf den Inseln schnell zusammenschrumpfen wird.“ lni

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