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Panorama Leichenteile in Kinderwagen: Mexikanisches Paar soll 20 Frauen ermordet haben
Nachrichten Panorama Leichenteile in Kinderwagen: Mexikanisches Paar soll 20 Frauen ermordet haben
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11:11 09.10.2018
Die mexikanische Gemeinde Ecatepec. Quelle: chavagdl
Mexiko-Stadt

Ein Paar in Mexiko soll bis zu 20 Frauen getötet haben. Die beiden seien vergangene Woche in der Gemeinde Ecatepec am nördlichen Rand von Mexiko-Stadt gefasst worden, als sie Leichenteile in einem Kinderwagen transportiert hätten, teilte der Chefankläger des Bundesstaats México, Alejandro Gómez, mit. Der verdächtige Mann habe 20 Tötungen gestanden, doch nur Details zu zehn Opfern genannt. Er habe gewirkt, als ob er stolz auf die Taten gewesen sei, sagte Gómez am Montag (Ortszeit) örtlichen Medien.

Es gebe Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung beim Verdächtigen. Er habe zudem seine Mutter und eine Ex-Freundin gehasst, ergänzte der Staatsanwalt. „Was mir makaber scheint, ist, dass diese Person in zehn Fällen Details schildern konnte. Die Namen der Opfer; er hat uns die Kleidung gegeben, die sie trugen. Er wirkte glücklich über das, was er getan hat“, sagte Gómez.

Frauen mit günstiger Kinderkleidung geködert, missbraucht und getötet

Die Ermittler fanden zerstückelte Überreste von Opfern in zwei Häusern und auf einem leerstehenden Grundstück, wo der Mann die Opfer nach eigenen Angaben verscharrte. Die Polizei erklärte, die Leichenteile seien in so schlechtem Zustand, dass forensische Tests zur Identifizierung der Opfer nötig seien.

Laut Gómez gestand der Mann, einige der Opfer vor ihrer Tötung sexuell missbraucht zu haben. Die meisten waren ihm zufolge alleinerziehende Mütter. Das Paar soll ihnen günstige Babykleidung angeboten und sie so geködert haben.

Dem Polizeibericht zufolge räumten der Mann und die Frau zudem ein, ein zwei Monate altes Baby einer toten Frau an ein anderes Paar verkauft zu haben. Das Kind konnte sichergestellt und die Käufer festgenommen werden. Im Bundesstaat México sind in den vergangenen Jahren immer wieder eine Reihe von Frauen getötet worden.

Von RND/AP