Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Leichen deutscher Bergsteiger geborgen
Nachrichten Panorama Leichen deutscher Bergsteiger geborgen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 08.05.2013
Dieser Mann hat den Ausbruch des Mayon überlebt. Quelle: Alex Sallam
Anzeige

Darunter waren drei Deutsche sowie eine in Deutschland lebende Spanierin und ein einheimischer Bergführer.

 Ein zunächst vermisst gemeldeter thailändischer Bergsteiger konnte gerettet werden.

 Die Toten wurden nahe dem Krater an einem "Rabbit's Ear" (deutsch: "Kaninchenohr") genannten Ort entdeckt, sagte Armeeoberst Raul Farnacio. Die Retter mussten Verletzte ins Tal bringen, bevor sie mit der Bergung der Toten beginnen konnten. Der Versuch, die Leichen mit Hubschraubern zu bergen, scheiterte zunächst an schlechter Sicht.

 Die Kletterer waren am Dienstagmorgen nach einer Dampfgasexplosion im Krater des fast 2500 Meter hohen Vulkans von Geröll erschlagen worden. Eine offizielle Bestätigung der Todesursache gibt es noch nicht. Die Behörden wollen eine Autopsie durchführen.

 "Die Rettungsteams bringen die Leichen langsam herunter. Es ist schwierig, weil sich durch die Explosion sehr viel Geröll gelöst hat", sagte Marti Calleja vom Tourveranstalter der Gruppe. Die Opfer hatten sehr schwere Verbrennungen und Verletzungen erlitten und die Leichen seien in einem schlimmen Zustand, fügte er hinzu.

 "Wir gingen ganz langsam und vorsichtig, weil dichter Nebel herrschte", sagte der verletzte Bergführer Kenneth Jesalva, der mit den Deutschen unterwegs war, der Zeitung "Philippine Star". "Dann haben die Gesteinsbrocken uns plötzlich erfasst." Er habe ausweichen können, seine Gäste nicht. Nicanor Mabao, ein weiterer Bergführer, hörte einen lauten Knall "wie Donner", berichtete er der Zeitung "Daily Inquirer". "Ich wusste sofort, dass der Mayon explodiert war." Kurz darauf wurde die Gruppe von heißen Gesteinsbrocken getroffen, fügte er hinzu. Er erlitt Verbrennungen am Bein und wurde am Kopf verletzt. "Mein ganzer Körper war betäubt. Ich konnte nur daran denken, so schnell wie möglich da wegzukommen."

 Großes Glück hatte der als vermisst geltende Thailänder Boonchai Jattuporngong. Der 35-jährige Bergsteiger wurde am Mittwoch etwa einen Kilometer vom Krater entfernt entdeckt, sagte ein Mitarbeiter der Rettungsdienste. Der Bergsteiger sei geschwächt und habe sich einen Arm gebrochen, doch sonst sei sein Zustand stabil.

 Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion 27 Kletterer auf dem Vulkan. Zwölf wurden verletzt gerettet. Der Mayon ist seit 1616 etwa fünfzigmal ausgebrochen, das letzte Mal im Juli 2006. Damals mussten mehr als 30 000 Menschen in der Umgebung ihre Häuser verlassen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige