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Panorama Landunter in Brasilien – schon 50 Tote
Nachrichten Panorama Landunter in Brasilien – schon 50 Tote
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19:20 25.06.2010
Die Fluten haben ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht Quelle: dpa
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Notstand in Brasiliens Nordosten: Nach den massiven Überschwemmungen in den Bundesstaaten Alagoas und Pernambuco ist die Zahl der Toten auf mindestens 51 gestiegen. Das nur langsam abfließende Hochwasser hinterlässt verwüstete Gegenden. Viele Orte waren auch am Freitag, rund eine Woche nach Beginn der Katastrophe, immer noch ohne Strom, ausreichend Trinkwasser und Lebensmittel. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sagte am Freitag seine Teilnahme am G20-Gipfel in Toronto ab.

Lula hatte die Region am Donnerstag mit dem Hubschrauber überflogen und danach von einer „Tragödie“ gesprochen. Die Regierung stellte Hilfen in dreistelliger Millionenhöhe bereit.

Die Zahl der Vermissten wurde deutlich nach unten korrigiert. Hatten die Behörden Anfang der Woche noch von bis zu 600 Vermissten in Alagoas berichtet, wurde deren Zahl inzwischen auf 56 verringert. Viele seien bei Freunden und Familien untergekommen. Die Kommunikation sei bei solch einer Katastrophe schwierig, hieß es zur Begründung. In der Krisenregion mussten etwa 150 000 Menschen wegen der Wassermassen flüchten. Zehntausende wurden obdachlos.

Nach einer vorläufigen Schadensbilanz des Zivilschutzes zerstörten die Fluten allein in Alagoas etwa 11 500 Häuser. 79 Brücken wurden beschädigt. Im benachbarten Bundesstaat Pernambuco wurden über 2000 Kilometer Straße in Mitleidenschaft gezogen.

Armee und Rettungsdienste sind im Einsatz, um Hilfslieferungen zu verteilen. Vielerorts wurden Behelfsbrücken installiert und Feldlazarette aufgebaut. Das ganze Ausmaß der Katastrophe dürfte wohl erst in einigen Tagen sichtbar werden, wenn das Wasser ganz abgeflossen ist. dpa

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