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Panorama Kriegsbombe in Berlin entschärft
Nachrichten Panorama Kriegsbombe in Berlin entschärft
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22:35 30.09.2010
Berlin: Polizeifeuerwerker Thomas Mehlhorn und die Fliegerbombe. Quelle: dpa
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Berlin. Mehrere Tausend Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen, bevor Experten den US-Sprengkörper gegen 21.15 Uhr entschärften. Das teilte die Polizei am Abend mit. Sicherheitshalber war ein Umkreis von 500 Metern um den Fundort geräumt worden. Straßen wurden gesperrt, bei der S-Bahn kam es im Feierabendverkehr zu Verspätungen. Fern- und Regionalzüge wurden zeitweise umgeleitet. Der Bahnhof Ostkreuz, eine wichtige Umsteigestation, war bis gegen 21.24 Uhr komplett gesperrt.

Insgesamt waren etwa 10 000 Menschen von Sperrungen betroffen. Die Entschärfung verzögerte sich, da die Polizei zunächst mehrere Stunden lang dafür sorgen musste, dass sich niemand mehr im abgesperrten Bereich aufhielt. Beamte gingen von Tür zu Tür oder informierten Bewohner mit Lautsprecherdurchsagen, um sie in Sicherheit zu bringen.

Die Entschärfung dauerte dann nur etwa 25 Minuten und verlief ohne Probleme, wie ein Polizeisprecher sagte. Für den Einsatz der Spezialisten war die Fundstelle hell ausgeleuchtet worden. Die Bombe konnte nicht einfach abtransportiert werden, da sich der mechanische Zünder nicht herausdrehen ließ. Nachdem die Bombe unschädlich gemacht war, sollte sie zum Sprengplatz Grunewald gebracht werden.

Die Kriegsbombe war am Mittag im Erdboden entdeckt worden. Dort sollte der Bau einer Stützungsmauer für die Ringbahntrasse vorbereitet werden. Derzeit wird der alte Bahnhof Ostkreuz, an dem sich mehrere Bahn-Linien kreuzen, aufwendig saniert und modernisiert.

Nach der Entschärfung hob die Polizei die Sperren auf, so dass die Anwohner zur Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Fernzüge, Regionalbahnen und S-Bahnen sollten schrittweise wieder den Verkehr auf ihren planmäßigen Routen aufnehmen. Bis in den späten Abend war aber noch mit Verspätungen zu rechnen, wie die Bahn mitteilte. dpa

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