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Panorama Kreatives Deasaster um schwules Tofu
Nachrichten Panorama Kreatives Deasaster um schwules Tofu
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14:38 23.03.2012
Von Nora Lysk
Diese Werbung, die niemals eine war, taucht noch immer im Internet auf.
Berlin

Grund ist ein dummer Macho-Spruch, den eins der Plakate zierte: „Tofu ist schwul“ war darauf zu lesen. Jetzt, drei Jahre später, kursiert das Motiv wieder im Internet. Maredo distanziert sich nun ganz offiziell auf seiner Internetseite von der fleischgewordenen Geschmacklosigkeit. „Das war, ist und wird niemals Werbung unseres Hauses. Vielmehr war dies ein Wettbewerbs-Beitrag einer Werbeagentur, den wir nie beauftragt oder genehmigt haben.“

Bei Scholz & Friends gibt man sich zerknirscht. Das ganze sei drei Jahre her. Und schon damals musste man sich entschuldigen. Grund: „Wir haben unserem Kunden die Kampagne vorgestellt. Von diesem Motiv wusste er allerdings nichts. Das lag an einem internen Missverständnis“, sagt Pressesprecher Markus Mayr.

Dass die Bilder der Kampagne „Brandeisen“ mit dem saftigen Steak mit homophoben Stempel jetzt wieder im Netz kursierten, sei gewiss nicht gewollt. Lange Zeit schlummerten sie in den Untiefen des Internets – doch das vergisst ja bekanntlich nie. Mittlerweile ist die Aufregung so groß, dass der Grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck seiner Wut via Twitter Luft machte und forderte, Scholz & Friends möge ein „paar tausend Euro in die Chauvi-Kasse zahlen“.

Den Kreativen ist das ganze natürlich mehr als peinlich. Zwar lautet das Motto der Agentur auch „Überrasche! Überzeuge!“. Aber für diese Überraschung entschuldigte sich Mayr noch einmal ausdrücklich bei allen „Vegetariern und Homosexuellen“.

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